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TU Berlin

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Lehre und Studium

Tor zu einer anderen Zeit

Freitag, 25. Oktober 2019

Architektur-Studierende entwerfen im Natural Building Lab der TU Berlin einen Neubau für das Museumsdorf Düppel

Lernen in interdisziplinären Teams
Lupe
Einer der entstandenen Entwürfe
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Schweinestall, Webstuhl und Lagerfeuer – im Museumsdorf Düppel in Berlin-Zehlendorf ticken die Uhren noch anders. Das Freilichtmuseum zeigt das einfache mittelalterliche Leben des 12./13. Jahrhunderts auf einer Fläche von etwa acht Hektar. Anhand archäologischer Ausgrabungen und Funde seit den 1960er-Jahren konnten Hausgrundrisse, Brunnen, Palisaden, Zäune und Alltagsgegenstände einer hufeisenförmig angelegten Dorfsiedlung rekonstruiert werden.

Um ein neues „Tor zu einer anderen Zeit“ auf dem Gelände entstehen zu lassen, hatten Studierende des Instituts für Architektur der TU Berlin im Sommersemester die Gelegenheit, sich im Auftrag des Museumsdorfs Düppel an „postfossiler“ Architektur auszuprobieren. Für die jährlich 100 000 Besucher*innen des zum Stadtmuseum Berlin gehörenden Museumsdorfs sollten sie einen Neubau mit Gäste-Service, Kasse, Museumsshop, Café sowie Event- und Bildungsräumen entwerfen und dabei historische Naturbaustoffe wie Lehm, Holz und Reet berücksichtigen. Das Projekt gehörte zum „Natural Building Lab – constructive design and climate adaptive architecture“ der TU Berlin, das Studierende zu ganzheitlichem Lernen und dialogischem Arbeiten in inter- und transdisziplinären Teams befähigt, sie an wissenschaftliches Arbeiten heranführt und international vernetzt. „Für die Studierenden ist es eine tolle Gelegenheit, sehr realitätsnah zu arbeiten. Architekturprojekte werden oft ohne diesen Kontakt zu echten Auftraggeber*innen durchgeführt und es ist großartig, die Möglichkeit zu haben, die Ideen mit den Menschen zu diskutieren, die den Kontext am besten kennen“, erklärt Matthew Crabbe, der das studentische Projekt zusammen mit Professor Eike Roswag-Klinge vom Fachgebiet Konstruktives Entwerfen und Klimagerechte Architektur des Instituts für Architektur betreut hat. Die Studierenden führten vor Ort Interviews mit allen Akteur*innen durch und stellten ihre Zwischenergebnisse in Workshops und Diskussionsrunden vor. Ihre Entwürfe eines nachhaltigen Neubaus präsentierten sie letztlich im Rahmen eines Ideenmarktes dem Auftraggeberkreis.

Romina Becker

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