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TU Berlin

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Lehre und Studium

Hey, Studi, willste ’ne Birn’?

An der TU Berlin werden die ersten Obstbäume gepflanzt – im Rahmen des Projekts „Essbarer Campus“

Der Spatenstich für den ersten Apfelbaum ist getan. Im interkulturellen Garten des SOS-Kinderdorfes in Gatow warten noch Birne, Pflaume und Kirsche darauf, das Ensemble im entstehenden TU-Obstbaumgarten im Innenhof zwischen Mensa und Physikgebäude zu vervollständigen. Gepflanzt werden soll noch in diesem Winter.

Der Obstgarten ist eine Initiative der Projektwerkstatt „Campus in Transi­tion“, angesiedelt am Zentrum Technik und Gesellschaft. Tutor*innen sind Nadine Scharf und Fabian Lambertz. Transition ist eine weltweite Bewegung, die ihren Ursprung in der Transition-Town-Bewegung hat. Ihr Ziel ist es, eine nachhaltige Stadtgemeinschaft zu schaffen, um sich möglichst unabhängig von fossilen Rohstoffen zu machen. Lambertz und Scharf wollen diesen Gedanken auf den Campus übertragen.

Der „Essbare Campus“ ist also ihre Idee. Sie wollen gemeinsam mit den Teilnehmenden der Projektwerkstatt auf dem Campus regionale alte Obstsorten und fruchttragende Sträucher pflanzen. „Die Message ist: Nahrungsmittel müssen nicht von fernen Ländern hergeflogen werden“, sagt Nadine Scharf. „Wir können zusammen rausgehen, ernten, verarbeiten und wieder ein Gefühl für Saisonalität und Artenvielfalt entwickeln.“

Pflanzaktion in der Abenddämmerung: „Dieser Obstbaumgarten ist erst der Anfang“, sagen die Studis der Projektwerkstatt „Campus in Transition“
Lupe

Von Anfang an arbeiteten sie eng mit dem Nachhaltigkeitsrat zusammen, der sich seit 2016 regelmäßig mit größeren und kleineren Projekten für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung in Forschung und Lehre sowie auf dem Universitätscampus einsetzt. 2017 rief der Nachhaltigkeitsrat zu einem offenen Wettbewerb auf, der „Essbare Campus“ war eines der 17 Gewinnerprojekte. Seitdem erhält die Projektwerkstatt vom Präsidium eine Förderung für die Laufzeit von einem Jahr, mit der sie ihre Projektidee umsetzen kann. „Als Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrats bin ich sehr glücklich über die vielen Projekte, die durch die Förderung des Präsidiums in die Umsetzung starten können“, sagt Dr. Gabriele Wendorf. Von dem Projekt „Essbarer Campus“ würden darüber hinaus alle Mitglieder der TU Berlin profitieren: durch die bereitgestellte Information über alte Sorten, den schönen Anblick blühender Obstgehölze, die Fürsorge für ein Stück Uni-Campus und nicht zuletzt durch den Genuss der Früchte.

„Unser Ziel ist es, auf dem ganzen Campus Obstbäume und Sträucher zu pflanzen“, sagt Fabian Lambertz. Zudem sollen auch bereits bestehende Obstbäume kartiert werden – mit wissenschaftlicher Begleitung vom Institut für Ökologie –, um am Ende eine Karte mit allen essbaren Pflanzen auf dem Campus bereitstellen zu können.

Aktuell suchen Lambertz und Scharf Baumpat*innen, die sich für die Pflege ihres Wunschbaumes verantwortlich fühlen. Die Aufgaben umfassen vor allem die Wässerung in heißen Sommerperioden, Fallobstbeseitigung, Ernte und eventuell auch Pflegeschnitte. Die erste Patenschaft wurde bereits vom Institut für Landschaftsarchitektur übernommen, das einen Pflaumenbaum in seinem neuen Garten für Landschaftsarchitektur pflanzt. Es ist eine Investition in die Zukunft – im wahrsten Sinne nachhaltig.

www.facebook.com/CampusInTransition

Dagmar Trüpschuch, „TU intern“ Dezember 2018

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