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TU Berlin

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Lehre und Studium

Exot mit Potenzial

Seit 20 Jahren werden an der TU Berlin von Studierenden Luftschiffe gebaut

Highlight in der Geschichte der Projektwerkstatt, die heute „tu project AirView“ heißt und in einem Best-Practice-Wettbewerb ausgezeichnet wurde: Der Jungfernflug eines sechs Meter langen Luftschiffs 2016
Lupe

Im Juni 1998 lief der „Luftffisch No. 1“ vom Stapel. Das knapp zehn Meter lange, gelb-orangefarbene Kleinluftschiff wurde zu Lehr- und Versuchszwecken von Studierenden der TU Berlin gebaut – in einer Projektwerkstatt. Und auch heute, 20 Jahre später, wird am Institut für Luft- und Raumfahrt emsig konstruiert.

Aus der ersten Projektwerkstatt für Luftschiffe ist mittlerweile das „tu project AirView“ geworden. Hier forschen Studierende der Luft- und Raumfahrt, Elektrotechnik, Informatik, des Maschinenbaus und Verkehrswesens an neuen Bauweisen und Materialien der silbernen Helium-Gefährte. „Luftschiffe mögen Exoten sein, aber sie haben Potenzial“, sagt Henry Langner. Der Student ist seit 2012 Tutor im Projekt und hat schon viele Schiffe aufsteigen lassen. Kleine mit einer Länge von nur 1,50 Meter bis hin zum Outdoor-Luftschiff mit einer Länge von sechs Metern. „Die Anwendungsbereiche sind vielfältig“, erzählt er. „Mit einer Kamera ausgestattet könnten unsere kleinen, flinken Höhenflitzer für den Innenbereich genutzt werden, beispielsweise um in Kirchen die Bausubstanz in luftigen Höhen abzufliegen.“ Mit dem Outdoor-Schiff, das eine Last von bis zu einem Kilo trägt und der Windstärke 2 standhält, könnte der Schädlingsbefall auf Feldern festgestellt werden. „Das Luftschiff muss nur mit dem richtigen Equipment ausgestattet werden, etwa mit einer Spektralkamera.“ Aber auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen. „Wir beteiligen uns regelmäßig an der Langen Nacht der Wissenschaften und organisieren Luftschiffwettrennen. Im vergangenen Jahr konnten die Besucherinnen und Besucher Luftschiffe durch das Audimax steuern“, sagt der Tutor. „Das ist besonders.“

Henry Langner steht kurz vor seinem Studienabschluss. Für die Zukunft der TU-Luftschiffe wünscht er sich: „Das Forschungspotenzial ist noch groß. Daher sollen natürlich weiterhin Luftschiffe an der TU Berlin gebaut werden.“ Es würde ihn außerdem freuen, wenn sich weitere Studierende beteiligen würden. „Konstruktionsspezialistinnen und -spezialisten haben wir viele. Wir brauchen aber auch Studierende, die unsere fliegende Plattform zu nutzen wissen und die diese für ein konkretes Projekt einsetzen wollen.“

Wer bei „AirView“ mitmachen möchte, kann per E-Mail Kontakt aufnehmen.    




Susanne Cholodnicki, "TU intern" 16. Februar 2018

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