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Nachwuchsförderung

„Die Chancen, junge Talente an uns zu binden, sollten wir nutzen“

An der TU Berlin soll ein neues Konzept zu Ausbau und Weiterentwicklung der Nachwuchsförderung verankert werden

Angela Ittel ist TU-Vizepräsidentin für Strategische Entwicklung, Nachwuchs und Lehrkräftebildung. Das von ihr vorgelegte Konzept zur Nachwuchsförderung wurde vom Akademischen Senat der TU Berlin im Juli 2018 beschlossen
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Frau Prof. Ittel, die TU Berlin will neue Wege in der Nachwuchsförderung beschreiten. Welche Schritte geht sie?

Wir erstellen ja nicht nur ein Konzept für die Nachwuchsförderung, sondern sind derzeit dabei, die gesamte Personalentwicklung der TU Berlin neu aufzustellen, und davon ist Nachwuchsförderung eine Säule. Eine Besonderheit daran ist, dass Angebote zugänglich für alle Mitglieder unserer Hochschule sein sollen. Zwar werden zum Beispiel Fortbildungsangebote für eine bestimmte Gruppe konzipiert, können aber von allen Mitgliedern der Universität wahrgenommen werden.

Was beinhaltet das Konzept zur Nachwuchsförderung?

Das Konzept bietet einen generellen Rahmen, in dem die Ziele der Nachwuchsförderung spezifiziert werden. Darauf aufbauend werden derzeit partizipativ mit den entsprechenden Zielgruppen und Stakeholdern Maßnahmen zur Förderung des Nachwuchses entwickelt. Dazu führe ich gemeinsam mit dem Nachwuchsbüro TU-DOC Gespräche mit den unterschiedlichen Nachwuchsgruppen, um Ideen und Bedürfnisse zu sammeln. Eine AG des Akademischen Senats gießt die Maßnahmen, die wir aus verschiedenen Gesprächen gefiltert haben, in einen Umsetzungsplan. Anschließend wird dieser über die Dekane dem Akademischen Senat (AS) zur Abstimmung empfohlen. Wenn der AS den Umsetzungsplan befürwortet hat, können die Maßnahmenverantwortlichen mit der Umsetzung beginnen.

Worauf liegt der Fokus?

Bei der Nachwuchsförderung, die wir zentral anbieten, fokussieren wir uns auf überfachliche Themen, denn die fachliche Qualifizierung sehen wir weiterhin bei den Fachgebietsleiter*innen beziehungsweise bei den Fakultäten. Neu ist jedoch, dass wir die Angebote der Fakultäten, also die fachlich fokussierten Angebote, mit den überfachlichen verzahnen und ein Gesamtangebot erstellen wollen.

Warum wird neu über das Thema Nachwuchsförderung an der TU Berlin verhandelt?

Nachwuchsförderung ist eine ureigene Aufgabe der Hochschulen. Auf dem internationalen Markt konkurrieren wir aber mehr und mehr mit anderen Universitäten. Es reicht heute nicht mehr, dass Nachwuchs an Fachgebieten ganz eng an den Professuren ausgebildet wird, mehr und mehr werden überfachliche Kompetenzen für eine Karriere innerhalb und außerhalb der Wissenschaft benötigt. Neu und stark ist, dass wir als Universität explizit nicht nur mehr für die Wissenschaft ausbilden. Wir fördern genauso die Personen, die promovieren, auch wenn sie wissen, dass sie später keine wissenschaftliche Karriere anstreben. Nicht in der Wissenschaft zu bleiben, soll kein Plan B mehr sein.

Welche Rolle spielt das Tenure-Track-Verfahren, das an der TU Berlin verankert werden soll?

Damit wollen wir jungen, qualifizierten Nachwuchswissenschaftler*innen frühzeitig sichere Karriereperspektiven im Hinblick auf eine unbefristete Professur bieten. Nach der Promotion können sie eine Tenure-Track-Stelle mit einer Zusage – vorbehaltlich einer erfolgreichen Evaluation – für eine unbefristete Professur bekommen. Wenn wir die Chance haben, junge Talente an uns zu binden, sollten wir dies tun. Sie sind dann engagierter und bringen so den Wissenschaftsstandort Berlin voran. Für die Nachwuchskräfte ist es von Vorteil, dass sie früh wissen, dass sie eine Chance haben, im Wissenschaftssystem bleiben zu können. Alle können davon profitieren.

Vielen Dank!

Das Gespräch führte Dagmar Trüpschuch

Das Konzept zur Nachwuchsförderung an der TU Berlin ist auf den Seiten des Nachwuchsbüros downloadbar.
www.tudoc.tu-berlin.de/menue/nachwuchsbuero

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