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TU Berlin

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Lehre und Studium

Vorbild MINTgrün

An der TU Berlin diskutierten erstmals 80 Hochschulen über Orientierungsstudienprogramme

Sichtbarer Erfolg: Innerhalb von fünf Jahren stieg die Zahl der Anmeldungen beim Orientierungsstudiengang MINTgrün um das Fünffache
Lupe

Orientierungsstudienprogramme sind nicht nur bei Studierenden beliebt. Die Zahl der Angebote wächst auch innerhalb der deutschen Hochschullandschaft. Derzeit gibt es rund 30 Orientierungsstudienprogramme in Deutschland, mit einem Schwerpunkt im MINT-Bereich, weitere 20 befinden sich im Aufbau. Insbesondere gibt es viele kleine Programme nur für Frauen.

Die Gründe für das stetig wachsende Programm-Angebot sind vielfältig: Die allgemeinen Rahmenbedingungen für Studienanfänger und -anfängerinnen in Deutschland sind recht komplex und können sich von Hochschule zu Hochschule deutlich unterscheiden. Für alle Hochschulen gilt: Nicht nur die Studierendenzahlen steigen ständig, auch das Studienangebot der Hochschulen wächst.

Gleichzeitig werden die Studierenden immer jünger. Das stellt die Universitäten vor Herausforderungen, die zielgerichtete Maßnahmen erfordern. Für große Hochschulen wie die TU Berlin spielen zusätzlich Themen wie verwirrende Fächervielfalt und Anonymität in den überfüllten Vorlesungen in der Studieneingangsphase eine Rolle. Faktoren, die die Studierenden weiter verunsichern. Orientierungsstudienprogramme sind eine Möglichkeit, diese Probleme zu beheben.

Anfang September trafen sich an der TU Berlin etwa 160 Personen aus über 80 Hochschulen zu einem ersten Austausch über die verschiedenen Programme in Deutschland. Die Bedeutung des Themas für die Hochschulen zeigte sich auch daran, dass die Zahl der Anmeldungen die Erwartungen deutlich überschritt.

Die TU Berlin führte 2012 das Orientierungsstudium MINTgrün ein. Erklärtes Ziel war es, die speziell an technischen Hochschulen auftretenden hohen Zahlen an Studienabbrechern zu verringern und den Frauenanteil unter den Studierenden im MINT-Bereich zu erhöhen. Der Erfolg des Programms ist deutlich: Die Zahl der Anmeldungen ist innerhalb von fünf Jahren um das Fünffache gestiegen. „Auch die Rückmeldungen der Studierenden sind durchweg positiv“, weiß Christian Schröder, Projektleiter von MINTgrün an der TU Berlin.

„Das zeigt: Die adressierte Zielgruppe von unsicheren Studienanfängern und -anfängerinnen wird erreicht. Der Frauenanteil ist bei uns mit rund 38 Prozent in MINTgrün höher als im Durchschnitt in MINT-Fächern. Die Zufriedenheit der Studierenden im Hinblick auf die Orientierungsfunktion des Programms ist sehr hoch. Und nicht nur das: Der Übergang in ein MINT-Studium liegt bei erfreulichen 75 Prozent sowohl bei Männern wie auch bei den Frauen. Mit knapp 500 Studierenden im Wintersemester 2016/17 ist MINTgrün wieder das größte deutsche Orientierungsstudienprogramm“, so Christian Schröder, der auch die Tagung organisiert hat, über die Entwicklung an der TU Berlin.

Ziel dieser ersten deutschen Tagung zu dem Thema war der fachliche Austausch der Akteure aus den verschiedenen Hochschulen im Bereich der Orientierungsstudienprogramme aus allen Fachkulturen. Die verschiedenen bestehenden Modelle wurden am ersten Tag einem breiten Publikum vorgestellt und in Workshops intensiv diskutiert. Der zweite Tag diente der Vernetzung der Hochschulen, die bereits Orientierungsstudienangebote anbieten oder aktuell aufbauen. Hier wurden besonders die strukturellen Rahmenbedingungen und die Frage der Erfolgsmessung sowie die Möglichkeiten von wechselseitigen Anerkennungen diskutiert.

Alle Beteiligten waren sich einig: Orientierungsstudienprogramme sind ein wichtiger Baustein in dem Angebot der Hochschulen. Teilnehmende entscheiden sich auf Basis eigener (realer Studien-)Erfahrungen anschließend bewusster und reflektierter für oder auch gegen einen Studiengang. Aufbauend auf den Ergebnissen der Tagung soll jetzt ein Hochschulnetzwerk zu Orientierungsstudienprogrammen in Deutschland erarbeitet werden.

www.mintgruen.tu-berlin.de/tagung/

Katharina Jung, "TU intern" 18. November 2016

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