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Lehre und Studium

Ein Ort zum Verweilen

Freitag, 21. Juni 2013

Die Gesellschaft von Freunden prämierte Entwürfe für einen „Campus Club Charlottenburg“

Ein besonderes Gebäude auf dem TU-Campus, eine Brücke, die die TU Berlin in die Zukunft führt: Das schwebt den Mitgliedern der „Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V.“ schon lange vor. Ein Club für die Universität auf dem Charlottenburger Campus sollte es sein, ein Ort für den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch für ihre Mitglieder, wissenschaftlichen Gäste und Freunde. Eine Begegnungsstätte für die Universität und damit auch eine Erhöhung der Attraktivität der TU Berlin.

Nun sind die „Freunde“ diesem Ziel ein Stück näher gekommen. Die Einbindung von Architektur-Studierenden brachte in einem Wettbewerb nicht weniger als elf interessante Entwürfe hervor, die zeigten, wie so ein „Campus Club Charlottenburg“ auf dem Süd-Campus der TU-Berlin aussehen könnte. Vier davon gewannen einen Preis und haben eine Chance auf Umsetzung.

Die Idee des „Faculty Club“ kommt aus dem angloamerikanischen Raum, wo Anfang des 20. Jahrhunderts Universitätsclubs gegründet wurden, um zwangloses Zusammentreffen, wissenschaftlichen und kulturellen Austausch im Kollegen- und Freundeskreis und natürlich auch Workshops, Seminare, das Feiern von Festen und den Empfang von Gästen zu ermöglichen. Seit etwa 20 Jahren greift diese Idee auch in Deutschland mehr und mehr um sich. Für die TU Berlin sollte dieser zukünftige Ort sowohl den neuesten Stand der Technik in der Architektur demonstrieren und energetisch optimiert sein als auch innovative Materialien sowie moderne Gebäude- und Tragwerkskonzepte verwenden.

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Claudia Meinert und Olesya Babaryko entwarfen einen lichtdurchfluteten Pavillon mit Räumen, in denen sich die Landschaft des umgebenden grünen Parks und der gebaute Raum gegenseitig durchdringen. Dort könnten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Gästen wohlfühlen, Kontakte knüpfen und neue Pläne für ihre Forschungen und die Weiterentwicklung ihrer Universität schmieden, so entschied die Jury und vergab einen 1. Preis für diesen Vorschlag.

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Gleichermaßen begeisterte sie allerdings auch die Idee von Olesja Dornieden und Jakob Kress. Die beiden Studierenden entwickelten in ihrem Gebäude ein kommunikatives „Herz“. Die zentrale Entwurfsidee dabei sind Räume, die sich spiralförmig mit offenen Galerien um den Gesellschaftsraum gruppieren. Und am Hoch- und Endpunkt der Spirale befindet sich der ruhige, zurückgezogene Clubraum mit Überblick über den gesamten Innenraum. Auch diese Idee war der Jury einen 1. Preis wert.

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Die Tragwerksprinzipien des Holzbaus nutzend bilden aneinandergereihte Holzrahmen einen skulpturalen, offenen und flexiblen Raum. Eingestellte Boxen mit offener oder geschlossener Funktion unterteilen den Raum (Katharina Woike und Yvonne Fissel).

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Der zweite Ankauf heißt „Le Confident“: Zwei miteinander kommunizierende Pole – ein öffentlicher, zum Platz hin orientierter Bereich mit Gastraum und Küche und ein privaterer, der sich zum Park hin orientiert – spannen den Gesellschaftsraum als zentralen, transparenten Ort auf (Matthieu Grand und Olivier Laydevant). Betreut hatten die Entwürfe die Fachgebiete Tragwerksentwurf und -konstruktion (Prof. Dr. Klaus Rückert), Heiz- und Raumlufttechnik, Hermann-Rietschel-Institut (Prof. Dr. Martin Kriegel), sowie Konstruktives Entwerfen und Klimagerechtes Bauen (Prof. Rainer Hascher). Auf der Mitgliederversammlung der „Freunde“ am 11. Juli werden die vier Siegerentwürfe den kritisch-wohlwollenden Gesellschaftsmitgliedern vorgestellt.

Doch ein Großteil der Arbeit wartet noch auf die „Freunde“. Jetzt beginnt die Suche nach Sponsoren und vor allem die Bauplanung. Diese Letztere wird in den Händen von Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier liegen, prädestiniert dafür nicht nur als Vorstandsvorsitzender des Freundes-Vereins, sondern vor allem auch als ehemaliger Leiter des TU-Instituts für Bauingenieurwesen.

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2013

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