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TU Berlin

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Studium & Lehre

Über den Tellerrand von MINT geschaut

Freitag, 12. April 2013

Ein Jahr Studienprogramm „Gender Pro MINT“

„Technik wird noch vor allem von Männern für Männer gemacht: Ihren Erfahrungen und Vorstellungen entsprechend entwickeln sie Technologien oft für junge männliche Technikinteressierte und am tatsächlichen Bedarf vorbei“, erklärt Bärbel Mauss, Koordinatorin des Zusatzstudiums „Gender Pro MINT“. Das Überwinden dieser „I-Methodology“ und vielfältige Nutzungsperspektiven gehören zu den Zielen des Studienprogramms am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung.

Seit einem Jahr werden MINT-Studierende an der TU Berlin mit dem Programm „Gender Pro MINT“ dazu befähigt, Gender- und Diversityaspekte in der Technikgestaltung, in Planungsprozessen und im Forschungsdesign umzusetzen. Rund 110 Studierende nehmen teil, 55 schlossen das Einführungsmodul bereits erfolgreich ab.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dafür sensibilisiert, dass sich durch technische Neuerungen Vorstellungen von Arbeit, Raumnutzung, Familie und Körper verändern können. „Ein Beispiel sind Pflegeroboter. Bei deren Entwicklung und Einführung muss man unter anderem fragen: Für wen und für welche Tätigkeiten sollen sie eingesetzt werden? Wessen Arbeit wird durch sie ersetzt? Welche Auswirkungen können sie auf den globalen Arbeitsmarkt haben?“, erläutert Bärbel Mauss. Die jüngste Evaluation des Programms zeigt, dass die Studierenden die Reflexion technik- und naturwissenschaftlicher Inhalte sehr schätzen, insbesondere die Erlangung von mehr Hintergrundwissen, das Über- den-Tellerrand-Schauen und die Relevanz fürs eigene Leben. Sie schärfen ihr Kompetenzprofil und erfahren durch gesellschaftsrelevante Fragen mehr Praxisbezug und Sinnhaftigkeit. Bei „Gender Pro MINT“ geht es also nicht darum, „Frauenprodukten“ den Weg zu ebnen. Vielmehr bieten die Gender Studies den MINT-Studierenden ein Instrumentarium an, mit dem sie den Horizont der eigenen Disziplin erweitern können.

www.tu-berlin.de/?id=107478

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 4/2013

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