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TU Berlin

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Studium & Lehre

Motivieren zum Lernen und Lehren

Freitag, 22. Februar 2013

Bologna 2.0 – Konzepte und Ideen für ein neues Miteinander

Im Dezember 2012 gingen Mitglieder aus allen Statusgruppen der Universität auf Schloss Ziethen in Klausur, um über Strategien für ein neues Miteinander von Lehrenden und Lernenden nachzudenken. Heraus kamen motivierte Arbeitsgruppen und das „Ziethener Manifest“. TU intern hat nachgefragt, was die Mitglieder der „Ziethener“ Arbeitsgruppen bewegt und was sie bewegen wollen.

Oliver Löhmann studiert Chemie und ist Vorsitzender der Ausbildungskommission Chemie

Lupe

Ich erhoffe mir vor allem, dass die Lehre einen höheren Stellenwert bekommt. Lehrende und Lernende sollten zusammen versuchen, die Probleme zu beheben, die zur Unzufriedenheit bis hin zum Studienabbruch führen können. Daher fand ich es gut, sich fakultätsübergreifend auszutauschen und zu versuchen, dem mit verschiedenen Projekten etwas entgegenzuwirken. Ich beteilige mich an einer Arbeitsgruppe zum Thema „Projektarbeit in der Studieneingangsphase“. Mit der Umsetzung erhoffen wir uns vor allem, die Motivation für das Fach zu steigern. Gerade in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen kommen die Studierenden in den ersten Semestern kaum mit ihrem eigentlichen Studienfach in Berührung. Daher würden wir gerne ein Modul implementieren, welches direkt zu Studienbeginn die Facetten des eigenen Studiengangs aufzeigt.

André Schelewsky ist Referent für Studium und Lehre der Fakultät V – Verkehrs- und Maschinensysteme

Lupe

Ich erhoffe mir von dem Gesamtprozess, dass sowohl Lehrende als auch Studierende den Perspektivwechsel vom Lehren hin zum Lernen verinnerlichen. Das bedeutet mehr Eigenverantwortung für die Studierenden, aber auch eine besondere Verpflichtung der Hochschule, dies durch geeignete Lehr- und Betreuungskonzepte zu unterstützen. Ich selbst beteilige mich an den Projekten „Kompetenz- orientierte Studiengangsentwicklung“ und „Projekte in der Studieneingangsphase“. Das erste hat zum Ziel, bereits bei der (Weiter-)Entwicklung von Studiengängen den Blick auf Lernergebnisse und nicht nur auf Lehrinhalte zu richten. Das zweite soll ausloten, ob eine TU-weite Einführung von Projekten in der Studieneingangsphase in den Bachelor-Studiengängen möglich ist.

Dr. Patrick Thurian ist Leiter der Gruppe Qualitätsmanagement, Studienreform und Kennzahlen im Strategischen Controlling

Lupe

„Analysis I unbenotet“ heißt die Arbeitsgruppe, in der ich mitarbeite. Unsere Idee ist, nach dem Motto „Fördern und fordern“, von den Studierenden die Teilnahme an der Prüfung in den Grundlagenfächern zwar im ersten Studienjahr zu fordern, jedoch nur als „bestanden“ oder „nicht bestanden“ auszuweisen. Die Fächer sind für Ingenieure unverzichtbar, doch die hohe Durchfallquote am Anfang des Studiums wirkt auch demotivierend und kann zum Studienabbruch beitragen. Hinzu kommt, dass die Noten in die Bachelor-Abschlussnoten eingehen, ein möglicher Stolperstein bei der Master-Bewerbung. Lehrende sollen das Thema „Lernen“ bereits aktiv und frühzeitig ansprechen, um den Kulturwandel bei Lehrenden und Lernenden zu unterstützen. Die Studierenden machen so schon früh erste Erfahrungen mit den Anforderungen einer Modulprüfung auf Universitätsniveau und können sich besser einschätzen. Natürlich sind weitere Diskussionen, Gespräche und viele Detailregelungen auf verschiedenen universitären Ebenen erforderlich. Ich wünsche mir dabei sehr, dass auch die gute Stimmung in der Ziethener Gruppe erhalten bleibt, der Geist des Aufbruchs und das konstruktive Miteinander aller beteiligten Gruppen, die dort zu spüren waren.

Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler leitet das Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik im Institut für Energietechnik

Lupe

Wir haben festgestellt, dass es sehr viele Beispiele strukturell „guter“, moderner Lernformen in den Fakultäten gibt. Ich erhoffe mir, dass wir diese Lernformen voneinander lernen und dass ihr Einbau in die Studiengänge funktioniert, da Lehrende aller Fakultäten in Ziethen als Multiplikatoren dabei waren. Als Massenuniversität müssen wir die Masse der Studierenden nutzen, am besten durch Eingliederung in unsere Forschungsarbeiten auch lange vor der Bachelor-Arbeit. Ich denke, das geht mit Modulen, in denen Methodenkompetenz durch die Mitarbeit in Projekten erworben wird. Damit werden wir auch dem Anspruch des „forschenden Lernens“ besser gerecht. Derartige Module zu schaffen und in die Studiengänge einzubauen ist mein konkretes Ziel bei der Umsetzung. Vielleicht gibt es bereits vereinzelte Beispiele dafür an der Universität. Ich würde mich über entsprechende Informationen und Erfahrungen freuen.

Julia Kühlcke ist Referentin für Studium und Lehre in der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik und stellv. Leiterin der Fakultätsverwaltung

Lupe

Die strukturelle Umsetzung der Bologna-Reform ist weitgehend abgeschlossen. In Ziethen haben wir den Blick nun auf den Perspektivwechsel vom Lehren zum Lernen gerichtet. Ich erhoffe mir, dass wir dies nutzen, um die Kompetenzorientierung unserer Studiengänge deutlicher herauszuarbeiten. Dazu gehört es aus meiner Sicht, kritisch zu hinterfragen, welche Inhalte und welche Lehr- und Lernformen zur Erreichung der Qualifikationsziele beitragen und wie darauf abgestimmte Modulprüfungen gestaltet sein müssen. Ich bin an der Arbeitsgruppe „Kompetenzorientierte Studiengangsentwicklung“ beteiligt. Wir planen unter anderem moderierte Workshops, die die Lehrenden bei der Entwicklung und Überarbeitung ihrer Studiengänge unterstützen sollen. Dazu wird es hochschuldidaktische Angebote zu kompetenzorientiertem Prüfen geben.

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

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