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TU Berlin

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Studium & Lehre

Diagnose per Handy

Montag, 28. Januar 2013

Studierende verbessern Gesundheitsversorgung in Afrika – motivierte Bewerberinnen und Bewerber für internationale Projektarbeit gesucht

Das Pulsoxymeter im Einsatz vor Ort
Lupe

Pulsmessen per Handy? In Afrika könnte das demnächst funktionieren. Dr. Walter Karlen entwickelte gemeinsam mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI), Studierenden der TU sowie deren Kommilitoninnen und Kommilitonen aus internationalen Partneruniversitäten ein „Pulsoxymeter“, bei dem das Blitzlicht einer Handykamera als Messinstrument dient. Der Patient legt seinen Finger auf das Objektiv. Dort wird so die Lichtabsorption der Haut gemessen, was einen Rückschluss auf den Grad der arteriellen Sauerstoffsättigung zulässt. Ein Diagnoseführer erlaubt es, Patientendaten und Fotos zur Erkennung und Behandlung von Lungenentzündungen an einen weit entfernten Arzt zu senden.

Das Pulsoxymeter des Teams „Oxicam“ ist eins der Ergebnisse, die die studentischen Teams im Januar an der TU Berlin als innovative und konkrete Lösungen für Probleme der medizinischen Basisversorgung in Afrika präsentierten. Sechs Monate lang hatten die deutschen und internationalen Studierenden aus Botsuana, Brasilien, Chile, Südafrika und den USA daran gearbeitet. Sie kooperieren im Programm „Global Engineering Teams“, das am TU-Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb im Fachgebiet Montagetechnik und Fabrikbetrieb von Prof. Dr.-Ing. Günther Seliger angesiedelt ist. Das Team „Innovus“ entwickelte eine Smartphone-Anwendung für die Diagnose von Diabetes und Bluthochdruck, die durch Veränderungen der Retina im Auge erkannt werden können. Das Team „MRC“ konstruierte eine neuartige Fahrzeuginnenausstattung für mobile Kliniken in Südafrika. Unter anderem gehört ein modulares, effizientes Innenraumsystem dazu, das deutlich größeren Komfort für Patienten und Pflegepersonal der fahrenden Krankenstationen bietet. Seit 2004 lösen in dem sechsmonatigen GET-Programm fachlich und international gemischte Studierendenteams Aufgaben internationaler Industriepartner.

„Durch die Bearbeitung aktueller Herausforderungen aus der Industrie im globalen Team gewinnen Studierende vielfältige Kompetenzen in Analyse, Experiment, Konstruktion und Modellierung“, so Günther Seliger. Die erfolgreiche Entwicklung zeige sich auch darin, dass GET zum einen 2006 bis 2011 im DAAD-Programm „Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern“ gefördert wurde, das die Integration neuer Universitätspartner in Entwicklungsländern unterstützt, und zum anderen 2009 bereits mit dem Baumgarten-Wagon-Preis ausgezeichnet wurde.

„Unschätzbar wertvoll sind neben der fachlichen Qualifizierung und dem interkulturellen Austausch zwischen internationalen Teammitgliedern auch die projektfinanzierten Reisen in die Partnerländer, die die Chance bieten, andere Kulturen selbst vor Ort zu entdecken sowie sich ein eigenes globales Netzwerk zu schaffen“, sagt der Diplom-Kaufmann Thomas Guidat, der an der TU Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter das Projekt mit betreut. Für die nächste Runde 2013 können sich motivierte und leistungsfähige Studierende mit Bachelor oder abgeschlossenem Vordiplom bis zum 20. Februar 2013 bewerben.

www.global-engineering-teams.org

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2013

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