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Studium & Lehre

Prüfungsfristen für auslaufende Studiengänge beschlossen

Dienstag, 18. Dezember 2012

Zum Diplom- oder Magisterabschluss in „doppelter Regelstudienzeit plus vier Semestern“ – Umschreibungen möglich

Hans-Ulrich Heiß, Vizepräsident für Studium und Lehre
Lupe

Herr Professor Heiß, warum ist es notwendig, für die auslaufenden Diplom- und Magisterstudiengänge Auslaufsatzungen zu verabschieden?

Um den Prozess der Umstellung auf die Bachelor- und Master-Studiengänge endgültig abschließen zu können, müssen wir festlegen, zu welchem Zeitpunkt in den 43 vorhandenen Diplom- und Magisterstudiengängen letztmalig die Abschlussprüfung abgelegt werden kann. Dies verlangt auch das Berliner Hochschulgesetz.

Die Prüfungsfristen wurden nunmehr so gestaltet und am 14. November im Akademischen Senat beschlossen, dass sichergestellt ist, dass in jedem Diplomstudiengang die doppelte Regelstudienzeit plus vier Semester zum Abschluss des Prüfungsverfahrens angeboten wird. Addiert man diesen Zeitraum zu dem Datum, zu dem zum letzten Mal regulär Studierende in das erste Fachsemester aufgenommen wurden, so kommt man auf die festgesetzten Fristen. Die Magisterstudiengänge der Fakultät I Geisteswissenschaften sind von dieser Regelung ausgenommen, da frühzeitig Beschlüsse zur Einstellung der Magisterstudiengänge getroffen wurden und diese Beschlüsse in Abstimmung sowohl mit dem Präsidium als auch mit der Zentralen Universitätsverwaltung den betroffenen Studierenden mehrfach hinreichend bekannt gemacht wurden.
Wir haben bei den Festlegungen die Lebensumstände der betroffenen Studenten und Studentinnen berücksichtigt. Bei Erreichen der festgelegten Fristen wird der jeweilige Studiengang aufgehoben und das Prüfungsreferat kann die Akten schließen.

Studierende, die von einem Diplom- in einen Bachelor-Studiengang wechseln wollen, sollten sich bald entscheiden
Lupe

Welche Aspekte waren bei der Formulierung der Auslaufsatzungen wichtig?

Wir als Universität legen die Form der Prüfungsfristen selbst fest. Wir haben daher in den vergangenen Monaten versucht, mit den auftretenden Fragen pragmatisch und an den Inhalten orientiert umzugehen. Wir wollten natürlich auch dafür Sorge tragen, dass unsere Regelung rechtliche Unsicherheiten vermeidet. Zentral war dabei immer, einerseits ausreichend Raum für die Vorstellungen und spezifischen Rahmenbedingungen der einzelnen Fakultäten zu geben, andererseits den berechtigten Bedürfnissen der Studierenden Rechnung zu tragen. Ziel ist es, möglichst allen eine faire Chance zu geben, ihr Studium noch erfolgreich abschließen zu können. Da die Festlegungen der Prüfungsfristen an der TU Berlin keine des Akademischen Senats sind, sondern der Fakultätsräte und Gemeinsamen Kommissionen, war uns daran gelegen, dass sich alle Beteiligten – insbesondere die Studierenden – in diesen Diskussionsprozess einbringen konnten. Die Diskussionen wurden somit auch dezentral in den Fakultätsgremien geführt. Die Satzung beschreibt in zentraler und transparenter Weise das Verfahren und fasst die von den Fakultäten beschlossenen Termine zusammen.

Was müssen Studierende der „alten“ Studiengänge beachten?

Studierende sollten sich bald entscheiden, ob sie den Studiengang zu Ende führen oder die in der Satzung vorgesehene Möglichkeit nutzen wollen, sich innerhalb der Frist in einen passenden Bachelor-Studiengang umzuschreiben. Dies ist möglich, ohne sich dem ansonsten erforderlichen regulären Zulassungsverfahren für höhere Fachsemester stellen zu müssen. Wir empfehlen, sich dazu an die Fach-Studienberatung zu wenden. Jeder sollte sich Klarheit verschaffen, welche Prüfungsleistungen er noch zu erbringen hat, und frühzeitig Kontakt zu den Prüfern aufnehmen. Wir weisen eindringlich darauf hin, dass innerhalb der festgelegten Frist das gesamte Prüfungsverfahren, inklusive gegebenenfalls erforderlicher Wiederholungsprüfungen, abgeschlossen sein muss. Nach Ablauf der Prüfungsfrist erlischt der Prüfungsanspruch im jeweiligen Diplomstudiengang endgültig. Wir empfehlen daher dringend, die noch ausstehenden Prüfungen sehr frühzeitig vor Ablauf der Frist zu planen, da danach keinerlei Möglichkeit mehr besteht, in dem Studiengang Prüfungen abzulegen. Auch Krankheit, Schwangerschaft oder ähnliche schwerwiegende Gründe rechtfertigen keinerlei weiteren Prüfungsanspruch. Eine Fristverlängerung gibt es nicht, auch nicht in Härtefällen.

Sobald die Auslaufsatzung im Amtsblatt der Technischen Universität Berlin veröffentlicht ist, werden die betroffenen Studierenden in den kommenden Wochen von den jeweiligen Fakultäten beziehungsweise Gemeinsamen Kommissionen – in Zusammenarbeit mit der Abteilung I, Studierendenservice, angeschrieben und über die beschlossenen Prüfungsfristen und deren Auswirkungen informiert.

Das Gespräch führte Christiane Lünskens

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2012

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