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Studium & Lehre

Projekte aus der Praxis

Freitag, 12. Oktober 2012

Ein Fahrrad aus Bambus und ein Weltrekord

/pp/ Ein Bambusfahrrad fährt um die Welt. Es will auf Trinkwasserknappheit aufmerksam machen und Geld sammeln, um zu helfen. Mitmachen können viele. Die Staffel startete im Juli in Würzburg, will nach Indien, über den asiatischen Kontinent, nach Australien, Amerika und Afrika. Das Projekt, an dem sich mehrere Vereine beteiligten, sei sogar schon beim Guinnessbuch der Rekorde in London angemeldet, berichten die Studierenden, die die Staffel um die Welt, die Jahre dauern kann, initiiert haben. Derzeit befindet sich das Fahrrad in Tschechien.

Gebaut wurde das innovative Bambusfahrrad in der Projektwerkstatt „NaWaRo-Fahrrad.de – Regionale NachWachsende Rohstoffe auf Rädern“ an der Technischen Universität Berlin. TU-Projektwerkstätten gibt es in mehreren Bereichen. Sie geben Studierenden die Chance, selbstbestimmt und selbstorganisiert, doch betreut, ihre erworbenen Kenntnisse in eigenen Projekten durchzuführen. „Das Ziel der NaWaRo-Projektwerkstatt ist die Entwicklung von neuartigen Fahrradteilen auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen, um dann ein Fahrrad bauen zu können, das zu 90 Prozent aus Werkstoffen ,vom Acker‘ besteht“, erklärt Thomas Finger, der bereits den Bau des ersten Bambusfahrrads unternommen hatte und nun die Projektwerkstatt betreut. „Unser interdisziplinäres Team von Studierenden der TU Berlin und anderer Hochschulen sucht immer neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter.“ „NaWaRo“ kann sowohl im Bachelor- als auch im Master-Studiengang im freien Wahlbereich in allen Studiengängen belegt werden. Einsteigen kann man sowohl im Winter- als auch im Sommersemester.

http://NaWaRo-Fahrrad.de

www.globalbiketrotting.org/

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

Zündende Ideen für den Nahverkehr

Unterstützung im Nahverkehr (Modell)
Lupe

/pp/ Kreative Ideen entwickeln zu den Themen Fahrgastinformation, Fahrradmitnahme sowie Sicherheit und Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Menschen im öffentlichen Nahverkehr: Das war die Aufgabe im vergangenen Semester im Fachgebiet Arbeitswissenschaften und Produktergonomie. Wie schon in vorangegangenen Semestern erarbeiteten die Studierenden im Rahmen einer Kooperation mit den Verkehrsbetrieben Berlins, der BVG, Modelle, die es verschiedenen Zielgruppen erleichtern oder sogar erst ermöglichen sollen, sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt zu bewegen. Eine Abschlusspräsentation zeigte interessante Vorschläge, die nun der möglichen Umsetzung harren. Eine Arbeitsgruppe hatte sich beispielsweise zum Thema Fahrgastinformation Gedanken darüber gemacht, das BVG-Touchpad auch für blinde Menschen komfortabel handhabbar zu machen. Verschiedene elektrische Spannungen könnten, so die Idee, im Display Oberflächenstrukturen erzeugen, um Bedienelemente vom Rest des Displays abzuheben oder Textdokumente in Brailleschrift darzustellen. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem sicheren Stand der Fahrgäste. Immerhin kommt es beim Anfahren und Bremsen am häufigsten zu Unfällen. Entstanden sind Modelle für konisch geformte Haltestangen, an denen sich Kinder im unteren Teil richtig festhalten können, sowie Stehbügel, die zum Einsatz kommen, wenn zum Beispiel keine Hand oder kein Griff frei ist. Ein Highlight der Veranstaltung ist das regelmäßig stattfindende Training für Rollstuhlfahrer, an dem die Studierenden teilnehmen können, um selbst zu erleben, mit welchen Schwierigkeiten mobilitätseingeschränkte Menschen zu kämpfen haben, und daraus zündende Ideen zu entwickeln, auf technischem Wege Abhilfe zu schaffen. Die Lehrveranstaltung wird geleitet von Prof. Dr. Wolfgang Friesdorf. Auch in diesem Wintersemester ist wieder eine Kooperation mit der BVG angedacht.

www.awb.tu-berlin.de

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

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