direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Studium & Lehre

Die unvergleichliche Schönheit der grauen Theorie

Freitag, 12. Oktober 2012

Zum dritten Mal vergibt die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin den „Preis für vorbildliche Lehre“

Am 24. Oktober verleiht die Gesellschaft von Freunden im Rahmen des Erstsemestertags den Preis für vorbildliche Lehre. Diesmal kommen die Preisträger aus der Fakultät III Prozesswissenschaften; es sind Prof. Dr. Roland Lauster vom Fachgebiet Medizinische Biotechnologie und Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler vom Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik. Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert und soll der Lehre zugutekommen.

Roland Lauster, Medizinische Biotechnologie
Lupe

Bei der Wahl der besten Hochschullehrer waren die Studierenden gefragt: Die Lehrevaluationsbögen der Fakultät wurden ausgewertet und eine Jury stellte auf dieser Grundlage die beliebtesten Lehrveranstaltungen zusammen. Die Studierenden der Fakultät stimmten per Online-Befragung für ihre Favoriten und kürten so die Preisträger. Zur Preisjury gehören der Vorsitzende der Gesellschaft von Freunden e.V. Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier sowie sein Stellvertreter Prof. Dr.-Ing. Jürgen Starnick, der Vizepräsident für Lehre und Studium Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, von Fakultät III die Prodekanin Prof. Dr.-Ing. Claudia Fleck und die Referentin für Studium und Lehre Silke Müllers sowie drei Studierende und zwei Promovenden. Das „Rezept“ für eine vorbildliche Lehre sieht bei dem Biotechnologen Roland Lauster so aus: „Wir sind in der Medizinischen Biotechnologie stets bemüht,

  • regelmäßig den Lehrplan mit aktuellen Forschungsergebnissen wie zum Beispiel der Generierung humaner Mini-Organe zu ergänzen,
  • ethische Fragestellungen wie die klinische Verwendung von Stammzellen immer am Thema zu diskutieren (statt in separaten Veranstaltungen),
  • alle Mitarbeiter des Fachgebiets in die Lehre einzubinden (so ist in sieben Jahren keine Veranstaltung ausgefallen),
  • die Gruppen in den Praktika klein zu halten und dabei neueste Technologien zu vermitteln,
  • Studierende in beste Labore und Firmen zu vermitteln, mit Gutachten zu unterstützen und
  • allen Absolventen die Möglichkeit der internen oder externen Promotion zu eröffnen.“
Felix Ziegler, Maschinen- und Energie- anlagentechnik
Lupe

Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler sagt, dass die Erstsemester nicht nur tapfer bei der scheinbar grauen Theorie durchhalten, sondern „im Gegenteil, deren unvergleichliche Schönheit wirklich genießen lernen sollen“. Er stellt die Elemente der Ingenieurarbeit vor, welche er den Studierenden vermittelt:

  • „Das Wichtigste: Abstraktion und mathematische Modellbildung. Mit Kreativität und Weitblick kann und muss man die Muster, die hinter einer technischen Aufgabe stecken, herausarbeiten. Diese Muster haben die am weitesten reichende Gültigkeit. Dafür braucht man viel Erfahrung, und das ist der schwerste Teil. Dafür legen wir die Grundlage. Zum Beispiel sind fast alle Körper so eine Art Platte, Zylinder oder Kugel, beziehungsweise daraus zusammengesetzt. Wir helfen den Studierenden, das zu verstehen.
  • Daten und Fakten: Sie sind oft eher langweilig, aber mit gesundem Menschenverstand einzusehen und außerdem notwendig. Die Größenordnungen muss man im Kopf haben; ob beispielsweise ein Körper eine Dichte von 1 kg/Liter (Wasser), etwa 8 kg/Liter (Stahl) oder 1 kg/Kubikmeter (Luft) hat. Oft lasse ich die Studierenden erst mal raten; denn vieles hat man im Gefühl.
  • Schließlich das Handwerk: Es zeigt die eigentliche Lösung nach strengen Methoden und die Prüfung des Ergebnisses durch den Vergleich mit der Realität. Es macht Freude, wenn das Ergebnis dem Verstand oder dem ,Ingenieurgefühl‘ recht gibt – und noch mehr, wenn es ihm widerspricht. Denn dann hat man eine neue Herausforderung.“
Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.