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TU Berlin

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Studium & Lehre

Abdampfen ins All

Montag, 18. Juni 2012

TU-Studierende für das DLR-Raketenprogramm STERN ausgewählt

Start des Dampfraketen-Vorgängermodells AQUARIUS B4–1-V01
Lupe

Seit Anfang April 2012 können Studierende der TU Berlin und der Universität Bremen ihre praktischen Fähigkeiten bei der Entwicklung einer eigenen Rakete unter Beweis stellen. Die Hochschulen sind die ersten beiden von voraussichtlich neun Teilnehmern des Förderprogramms STERN (Studentische Experimental-Raketen), das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ins Leben gerufen wurde. Geplant ist, die entwickelten Raketen schließlich, unter anderem vom Startplatz in Kiruna in Schweden aus, ins All zu schicken.

Das Team aus Luft- und Raumfahrttechnik-Studierenden der TU Berlin entwickelt unter der Bezeichnung DECAN (Deutsche CanSat-Höhenrakete) eine Rakete, die von einer Ober- und einer Unterstufe angetrieben wird. Die erste Stufe der Rakete soll aus einem Heißwasserantrieb bestehen, bei dem das Wasser unter hohem Druck auf eine Temperatur von 330 Grad Celsius gebracht wird. Der dabei entstehende Abgasstrahl treibt die Rakete mit Überschallgeschwindigkeit an. Für die zweite Stufe ist ein Antrieb mit chemischen Treibstoffen vorgesehen. Die Startmasse der etwa fünf Meter langen Rakete wird zwischen 100 und 150 Kilogramm betragen. Sie soll eine Flughöhe von rund zehn Kilometern erreichen. Eine Telemetrie-Einheit soll Daten zur Erde senden. Außerdem planen die Studenten, ein wissenschaftliches Experiment als Nutzlast mitzunehmen.

Innerhalb des Projektes, bei dem die Studierenden von Dipl.-Ing. Michael Schmid, Wissenschaftler im TU-Fachgebiet Luftfahrzeugbau und Leichtbau, unterstützt werden, müssen die jungen Raketenbauer zeitlich und inhaltlich festgelegte Meilensteine erfüllen und an „Reviews“ teilnehmen, in denen sie ihr Design gegenüber einer kritischen Zuhörerschaft präsentieren und rechtfertigen müssen. So sollen die Studierenden alle üblichen Prozesse eines echten Projekts in der Raumfahrttechnik beziehungsweise bei der Entwicklung eines neuen Trägersystems durchlaufen. Das Projekt wird über drei Jahre gefördert.

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2012

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