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TU Berlin

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Studium & Lehre

Erprobt und für gut befunden

Freitag, 17. Februar 2012

Die Evaluation der Lehre durch Studierende hat sich an der TU Berlin etabliert und bewährt

Anzahl verarbeiteter Fragebögen zur reinen Lehrveranstaltungsevaluation
Lupe

Wie kommt meine Lehrveranstaltung bei den Studierenden an? Bei welchem Dozenten soll ich nächstes Semester das Seminar belegen? Sind die Studierenden der TU Berlin mit der Qualität der Lehre zufrieden? Diese und andere Fragen stellen nicht nur Lehrende und Studierende, sondern auch das gesellschaftliche Umfeld an die TU Berlin. Der Gesetzgeber hat die Universitäten aufgefordert, Studierendenmeinungen zur Qualität der Lehre einzuholen. Dafür sollen sie sich selbst Evaluationsordnungen geben, was die TU Berlin mit einer Ordnung, die im August 2009 in Kraft trat, realisierte. Damit war die TU Berlin die erste Berliner Universität, die eine solche entwickelt hatte. Laut dieser Ordnung dienen die Ergebnisse der Evaluation in erster Linie den Lehrenden zur Selbstreflexion ihrer Lehrmethode, und auch die Studierenden und die Universitätsleitung erhalten ein Feedback. Grundlage dafür war ein Projekt, das während der TU-weiten „Offensive Wissen durch Lernen“ (OWL) verschiedene Varianten erprobte, um Lehrveranstaltungen zu evaluieren. Für das OWL-Programm hatte die TU Berlin von 2006 bis 2008 insgesamt zehn Millionen Euro in mehr als 150 Projekten zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre eingesetzt.

Das OWL-Pilotprojekt führten die Fakultäten Mathematik und Naturwissenschaften, Elektrotechnik und Informatik sowie Verkehrs- und Maschinensysteme zusammen mit dem Strategischen Controlling durch. Daraus hat sich die heutige Form der Lehrveranstaltungsevaluation mittels einer speziellen Evaluations-Software an der TU Berlin entwickelt.

Noch während der OWL-Phase zeigten auch andere Fakultäten Interesse an der bereitgestellten Software. So konnten die Studierenden ab dem Sommersemester 2008 erstmalig an allen Fakultäten in größerem Umfang Lehrveranstaltungen beurteilen (siehe Grafik).

Pro Semester werden derzeit an der TU Berlin etwa 800 Lehrveranstaltungen bewertet. Zu 80 bis 90 Prozent werden die Daten durch klassische Fragebögen erhoben, wobei die jeweils großen, den Studiengang prägenden Lehrveranstaltungen im Fokus stehen. Die Durchführung organisieren die Fakultäten, das Strategische Controlling sorgt für zentrale Unterstützung (siehe Abb. 2). Daneben evaluieren aber auch weitere TU-interne Bildungsdienstleister wie zum Beispiel die TU-Weiterbildung oder der Career Service ihre Kurse mit entsprechender Unterstützung.

Welche Vorteile ein gemeinschaftliches Berichtswesen bietet, zeigt mittlerweile exemplarisch die Vergabe der „Preise für gute Lehre“ durch die „Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V.“ (siehe „TU intern“ 11/11). Die Jury konnte dabei auf fakultätsweite Rankings zurückgreifen, deren Basis die Daten der Lehrveranstaltungsevaluation waren. Immer wichtiger werden die Evaluationen auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs, aus dessen Reihen immer öfter Anfragen nach Evaluationsergebnissen kommen, da diese bei Bewerbungen eine immer größere Rolle spielen.

Deutlich wurde, dass eine systematische Lehrveranstaltungsevaluation aus einer modernen Universität nicht mehr wegzudenken ist. Die TU Berlin ist hier auf dem richtigen Weg und muss den Vergleich mit anderen Universitäten nicht scheuen. Das belegt unter anderem auch die Befragungswelle von 2009/10 des „Konstanzer Studierendensurveys“, der seit 1983 regelmäßig durchgeführt wird.

Doch es gibt auch noch Optimierungspotenzial. Für die Zukunft suchen die Beauftragten der Fakultäten und des Strategischen Controllings, die sich regelmäßig fachlich austauschen, nach Lösungen, eine nachhaltige Evaluationskultur zu etablieren, das angeschlossene Berichtswesen weiter zu optimieren und die Evaluations-Software in ein künftiges Campus-Management zu integrieren.

www.tu-berlin.de/?id=6764

Sascha Kubath, Strategisches Controlling der TU Berlin / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2012

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