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TU Berlin

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Studium & Lehre

Politik als Frauensache

Freitag, 20. Januar 2012

Frauenpower im TU-AStA
Lupe [1]

Im Oktober 2011 hat das Studierendenparlament den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) für ein Jahr gewählt. Das Besondere ist: Der neue neunköpfige AStA ist ausschließlich durch Frauen besetzt.
"Ob Menschen forschen, Politik machen oder Kinder erziehen, sollte keine Frage von Geschlecht sein", sagt Hannah-Maria Eberle vom Referat für Hochschulpolitik. Tatsächlich liegt aber der Frauenanteil in der Professorenschaft an der TU Berlin derzeit bei etwa 16 Prozent, inklusive Juniorprofessuren. Bestehende Ungleichheiten wie diese ruft die Studierendenvertretung durch den Frauen-AStA erneut ins Bewusstsein. Sie setzt ein deutliches Zeichen: Studentinnen können und sollen die Hochschule mitgestalten, und zwar in der Wissenschaft wie auch in der Politik. Als politisch gewollt wird das Projekt durch ein eindeutiges listenübergreifendes Votum des Studierendenparlaments getragen. Es soll hartnäckige Geschlechterklischees wie die von der unpolitischen oder passiven Frau entkräften. Vor allem aber soll es dazu motivieren und ermutigen, sich einzubringen - besonders als Frau in Männerrunden. Dafür ist ein geschützter Raum wie ein Frauen-AStA eine gute Möglichkeit. Lina Möller, Referentin für Gesellschafts- und Kulturkritik, sagt: "Ich würde mich freuen, wenn längerfristig mehr Frauen den Weg in die Hochschulpolitik finden."

Die Idee ist nicht neu: Einen Frauen-AStA gab es an der TU Berlin schon 1994. Auch damals entschied man sich gegen eine Quote, die dauerhaft den Frauenanteil sichern könnte. Denn eine Frau solle nicht aus diffusem Pflichtgefühl in einen unbezahlten AStA-Posten gedrängt werden, erklärt eine der damaligen Referentinnen. Frauen würden oft genug schlecht oder gar nicht für ihre Arbeit entlohnt. AStA-Referentin Lina Möller sagt abschließend: "Wir möchten gemeinsam mit allen, egal welchen Geschlechts, etwas verändern." Die Posten sowie damit verbundene Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten liegen bei den neu gewählten Frauen, aber Männer sind nach wie vor an der Mitarbeit in den Referaten beteiligt.

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2012

"TU intern" Januar 2012

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  • Hochschulzeitung "TU intern" - Januar 2012 [3]
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