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Studium & Lehre

Die Vielfalt der Perspektiven

Freitag, 20. Januar 2012

Lernwerkstatt will Ängste vor der Beschäftigung mit "Gender Diversity" abbauen

Gender Diversity, die Vielfalt von Erfahrungen und Perspektiven beider Geschlechter in Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft, ist national wie international ein wichtiges Exzellenzkriterium geworden. Mit ihrem Pilotforschungsprojekt "Gender Mapping" unter Leitung von Gastprofessorin Dr. Claudia Neusüß, Fachgebiet Gender Diversity in den Wirtschaftswissenschaften, will die Fakultät VII Wirtschaft und Management einen Kompetenzpool beziehungsweise ein Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern mit Expertise zum Thema schaffen. Er soll zum Beispiel bei Forschungsanträgen und -projekten für Beratung, Monitoring und Controlling zur Verfügung stehen. In der interaktiven Lernwerkstatt "Connecting People - Gender Mapping als Wissensbörse" Anfang Dezember, die mitorganisiert war von der Zentralen Frauenbeauftragten der TU Berlin, Dr. Andrea Blumtritt, sowie von Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß, wurde nun die Frage gestellt, wie sich die Ergebnisse des Projekts nutzen lassen, um ein universitätsweites Netzwerk zu schaffen, mit Synergieeffekten, die auch zu fachgebietsübergreifenden Kooperationen führen könnten.

In der Fakultät VII, so hatte sich herausgestellt, werden bereits vereinzelt genderrelevante Fragen in Forschung und Lehre bearbeitet, und es gibt eine Vielzahl von Personen, die Interesse daran haben, ihr Wissen auf diesem Gebiet auszubauen und zu vertiefen. Im Laufe des Mappings habe sich aber auch abgezeichnet, so Andrea Blumtritt, TU-Frauenbeauftrage, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oftmals verunsichert seien, ob sie mit Gender-Diversity-Fragestellungen nicht ein Nischenthema bearbeiteten, das zu einem Karrierehindernis werden könne. Nach intensivem Diskussionsprozess kam die Lernwerkstatt zu dem Ergebnis, dass auf folgenden Gebieten verstärkt weiter gearbeitet werden muss: Zunächst müsse die strukturelle Verankerung von Gender Diversity in Lehre und Forschung verbessert werden. Fachgebietsleitungen sollten das Thema in Qualifikations- und Abschlussarbeiten sowie in eigenen Publikationen fördern, Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten müssten ebenso wie monetäre Anreizsysteme geschaffen und mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert werden. Auch sei mehr Praxis-Kontakt zum Thema Gender in Forschung und Lehre wichtig.

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2012

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