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Studium & Lehre

Auf Augenhöhe

Freitag, 20. Januar 2012

Catharina Broermann ist Tutorin der Computerorientierten Mathematik

Catharina Broermann
Lupe

"Ich dachte immer: Ein Tutor weiß einfach alles", sagt Catharina Broermann. Das war, bevor sie diesen Weg selbst einschlug. Seit April 2010 ist sie, nach einer sehr gut absolvierten Prüfung im Herbst 2009, Tutorin in der Computerorientierten Mathematik bei Prof. Dr. Rolf H. Möhring.

Catharina Broermann studiert im neunten Bachelorsemester Wirtschaftsmathematik. Einmal in der Woche hält sie ein Tutorium und unterstützt so die Lehre. Das Tutorium ist für die Studierenden eine freiwillige, aber von sehr vielen genutzte Veranstaltung. Hier wird der Stoff aus der Vorlesung wiederholt, es werden Anwendungsbeispiele gegeben und Übungen durchgeführt. Vor allem aber werden Fragen geklärt, die sich die Kommilitoninnen und Kommilitonen in der großen Vorlesung mitunter nicht zu stellen trauen. Denn im Tutorium begegnen sich "Lehrkraft" und Studierende auf Augenhöhe: Fragen nach vermeintlichen Offensichtlichkeiten sind hier auch beim dritten Mal noch willkommen und von Zeit zu Zeit darf auch herumgealbert werden. Zum Stundenplan der neuen Wirtschaftsmathematik-Studierenden gehören Analysis, Lineare Algebra und Computerorientierte Mathematik mit jeweils zwei Vorlesungen, einer Übung, einem Tutorium, vielen Hausaufgaben, Programmier- und Online-Aufgaben. Catharina Broermann hält aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen und Beobachtungen fest: "Wenn man wirklich so studiert, wie es in der Studienordnung steht, ist man maßlos überfordert." Den neuen Studierenden versucht die 24-Jährige deshalb die Anspannung zu nehmen und macht beim ersten Termin des Tutoriums deutlich: "Wenn du merkst, dass du die drei Kurse nicht schaffst, brich rechtzeitig einen ab!"

Am besten sei es, die Computerorientierte Mathematik von Anfang an aus dem Stundenplan zu streichen, um sie in einem späteren Semester nachzuholen, und stattdessen ein Nebenfach zu belegen, das weniger zeitintensiv ist.

Auf der Agenda der Tutorin stehen neben dieser Lehrveranstaltung Rechnerbetreuung, Hausaufgabenkorrektur, Testen von Programmieraufgaben und Teamsitzungen mit den anderen 14 Tutoren aus dem Bereich. Insgesamt beträgt ihre Arbeitszeit 60 Stunden im Monat. Zusammen mit dem Kindergeld finanziert sie so ihr Studium. Und der Job macht ihr Spaß: "Ich lerne viele Leute kennen und sammle praktische didaktische Erfahrungen", sagt die Studentin, die sich vorstellen könnte, nach dem Studium an einer Berufsschule zu unterrichten. Zunächst folgt aber der Master.

Jana Bialluch / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2012

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