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TU Berlin

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Studium & Lehre

Spuren im Bunker

Freitag, 16. Dezember 2011

TU-Studierende erstellten Publikation über den Kreuzberger Fichtebunker

Hochbunker als faszinierender Geschichtsspeicher
Lupe

Hinter mächtigen Klinkermauern finden sich Spuren industrieller, kriegerischer und ziviler Nutzung. Der Gasbehälter und Hochbunker in der Fichtestraße in Berlin-Kreuzberg ist ein faszinierender Geschichtsspeicher. 130 Jahre Berliner Stadtgeschichte lassen sich an dem Riesenbau ablesen - ein ideales Forschungsobjekt für das Center for Metropolitan Studies der TU Berlin. 18 Studierende des Masterstudiengangs Historische Urbanistik machten sich im Sommer 2011 unter Leitung von Dr. Dagmar Thorau auf Spurensuche. Student Benedikt Crone erläutert: "Wir haben Archive durchforstet und Experten interviewt, darunter den ehemaligen Regierenden Bürgermeister Walter Momper, Gabi Dolff-Bonekämper, TU-Professorin für Denkmalpflege, und Dietmar Arnold vom Vorstand des Berliner Unterwelten e. V." Besonders beeindruckt war seine Kommilitonin Nora Durstewitz von den Gesprächen mit den Zeitzeuginnen: "Wir haben jetzt einen lebendigen Eindruck davon, wie die Kinder während des Zweiten Weltkriegs im Bunker getobt und Streiche ausgeheckt haben, um im Wahnsinn der Bombennächte Normalität zu finden - kein Geschichtsbuch kann das so vermitteln!" Auch die aktuellen Entwicklungen untersuchten die Studierenden. "Die Kreuzberger protestierten mit Slogans wie ,Keene Klunka uff'm Bunka" gegen die 2008 unter der Kuppel errichteten Eigentumswohnungen", erklärt Daniela Schmitt, "aber die befürchteten Veränderungen in der Bewohnerstruktur des Kiezes sind ausgeblieben." Druckfrisch liegt nun das erste umfassende Buch über den Fichtebunker vor. Zahlreiche Abbildungen, Artikel und Interviews wurden zu einer anschaulichen Entdeckungsreise.

Dagmar Thorau/Gernot Schaulinski (Hrsg.), Geschichtsspeicher Fichtebunker. Edition Berliner Unterwelten 2011. Preis: 9,90 €, 120 Seiten, ISBN 978-394311210 8

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

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