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TU Berlin

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Studium & Lehre

In Würde sterben

Freitag, 16. Dezember 2011

TU-Studierende ausgezeichnet für Entwurf eines Hospizes

Hospiz-Idee: freier Blick auf den Urbanhafen von jedem Zimmer aus
Lupe

Der Hospizgedanke wird würdevoll interpretiert und baulich umgesetzt", befand die Jury unter anderem und zeichnete die Architekturstudierenden Seyhan Özgen und Thomas Hohmeier mit ihrer Idee für ein Hospiz im Berliner Stadtteil Kreuzberg mit dem 1. Preis des AKG-Förderpreises 2011 aus. Die Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im Bund Deutscher Architekten e. V. (AKG) hatten den mit 6000 Euro dotierten Preis für Studierende und junge Architekten zum fünften Mal ausgelobt. Gesucht wurden Konzepte, die den Bedürfnissen des Kranken, seiner Familie und seiner Freunde gerecht würden, die die Möglichkeit des gemeinsamen Wartens auf den Tod und des Dableibens böten, um den Sterbenden nicht allein seiner Einsamkeit und Not zu überlassen.

"Wir haben uns dem Thema zunächst angenähert, indem wir uns über persönliche Erfahrungen und eigene Vorstellungen über diese Lebenssituation austauschten", erklären Thomas Hohmeier und Seyhan Özgen. Sie besuchten anschließend einen Tag der offenen Tür in einem Neuköllner Hospiz und entwickelten schließlich Grundrisse, Ansichten, Schnitte und Perspektiven eines Hospizes. Es sollte ein Ort entstehen, der temporär als gemeinsame Herberge fungieren soll, und zwar sowohl für schwer erkrankte und sterbende Menschen als auch für diejenigen, die Fürsorge und Unterstützung, medizinische Versorgung und Pflege, menschliche Nähe und Zuwendung bieten. Der Entwurf sieht einen Spendenladen für Schenkungen von Angehörigen und eine Galerie im Obergeschoss vor. Im Untergeschoss werden den sterbenskranken Menschen privater Freiraum und der freie Blick auf den Berliner Urbanhafen von jedem Zimmer aus ermöglicht. Auch die unmittelbare Nähe zu einem Krankenhaus bewertete die Jury positiv. Auf geniale Weise schaffe der Entwurf eine kompakte Anlage in einem relativ verdichteten innerstädtischen Bereich und löse die Aufgabe mit viel Raum für Intimität. Dennoch werde hier das Thema Sterben sachlich und unpathetisch sichtbar gemacht. Die Arbeit entstand im TU-Fachgebiet Entwerfen von Krankenhäusern und Bauten des Gesundheitswesens unter der Betreuung von Professor Christine Nickl-Weller und Dipl.-Ing. Adrian Betz.

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

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