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TU Berlin

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Studium & Lehre

Erfolgreiches Modell: Technik für den Menschen

Freitag, 11. November 2011

Fünf Jahre Masterstudiengang Human Factors - Alumni-Netzwerk gegründet

Fahrsimulator im Zentrum Mensch-Maschine-Systeme
Ablenkungstest im Fahrsimulator im Zentrum Mensch-Maschine-Systeme (ZMMS)
Lupe

"Wir konnten unseren Studierenden doch nicht zumuten, dass ihre Großeltern glauben, sie würden Bagger therapieren", kommentierte Prof. Dr. Manfred Thüring den Fakultätsratsbeschluss von 2004, einen Masterstudiengang "Technikpsychologie" zu entwickeln.

Mit seiner Unterstützung und unter Leitung seines gerade frisch berufenen Kollegen Prof. Dr. Dietrich Manzey wurde zwei Jahre später der Studiengang "Human Factors" aus der Taufe gehoben. Mit dem Schwerpunkt "Mensch-Maschine-Interaktion" sollte er die Psychologie nach Schließung des Diplomstudiengangs an der TU Berlin vertreten. Das erfolgreiche Modell wird nun fünf Jahre alt.

Doch was sind eigentlich "Human Factors"-Forschungen? Fast überall muss der Mensch mit mehr oder weniger komplexen Maschinen zusammenarbeiten: Navigationssysteme oder Smartphones, das OP-Assistenzsystem oder der Flugzeugautopilot. Doch oft ist die arbeitserleichternde Technik undurchschaubar oder beeinflusst das Verhalten auf unerwünschte Weise. Die Mensch-Maschine-Forschung will die Interaktion verstehen und verbessern, um damit eine sichere und effiziente Steuerung, Überwachung und Nutzung technischer Systeme zu ermöglichen. Der Mensch soll sich nicht der Technik anpassen, sondern die Technik dem Menschen. Ingenieurwissenschaftliche und psychologische Erkenntnisse werden dafür interdisziplinär zusammengeführt.

Mit dem Studienangebot sowohl für Ingenieure und Informatiker als auch für Psychologen und Kognitionswissenschaftler besitzt die TU Berlin ein Alleinstellungsmerkmal. In einem "Cross-Teaching"-Block erlernen die Studierenden die Grundlagen der jeweils anderen Wissenschaft. Anschließend erhalten alle weiterführendes psychologisches, arbeits- und ingenieurwissenschaftliches sowie methodisches Wissen. In interdisziplinären Teams werden schließlich spannende Projekte bearbeitet. Meist wird in enger Kooperation mit Unternehmen und Instituten der Luftfahrt, der Automobilindustrie sowie der Telekommunikation wie EADS, Airbus, DLR, VW, Harmann Becker oder den T-Labs gearbeitet.

Mit 18 Studierenden begann der Studiengang 2006, seitdem stiegen die Zahlen stetig. Heute sind die 40 Studienplätze im Winter- beziehungsweise zehn im Sommersemester kontinuierlich besetzt. Von den inzwischen 41 Absolventen schlugen viele den Weg zur Promotion ein, auch im hauseigenen Graduiertenkolleg. Typischer Einsatzbereich sind neben der Wissenschaft auch anwendungsorientierte Domänen wie Usability-Beratungen. "Absolventen sind gefragt - daran besteht kein Zweifel", so Dietrich Manzey stolz.

Zur Jubiläumsfeier trafen sich am 7. Oktober 2011 ehemalige und aktuelle Studierende und Lehrende. Dietrich Manzey nahm die Gelegenheit wahr, sich besonders auch bei früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bedanken, Studierende und Alumni nutzten die Chance zum Netzwerken. Dazu wurde ein frisch gegründetes "Human Factors Netzwerk" vorgestellt: "Wir nehmen im Unternehmen oft eine Sonderstellung ein - umso wichtiger ist der regelmäßige Austausch", so Jessika Reissland, Alumna des Studiengangs und Mitgründerin des Netzwerks. Auch ein geplanter jährlicher Doktorandenworkshop soll den national und international verstreuten Alumni und Promovenden Gelegenheit bieten, sich mit den Wissenschaftlern auszutauschen.

www.humanfactors.tu-berlin.de
www.humanfactorsnetzwerk.de

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 11/2011

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