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TU Berlin

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Studium & Lehre

Regale, Couchtische, Kleider - besser als eBay

Donnerstag, 14. Juli 2011

Engagierte Studierende betreiben den "Umsonstladen" an der TU Berlin

Johannes Dietrich
Johannes Dietrich im "Umsonstladen" auf dem TU-Campus
Lupe

"Viele Leute haben zwar begriffen, dass man Dinge weitergeben kann, aber es fehlt oft eine Struktur dafür. Außer eBay fallen mir nicht viele Möglichkeiten ein", sagt Johannes Dietrich, einer der Gründer des "Umsonstladens" an der TU Berlin. Auf etwa 40 Quadratmetern betreiben engagierte Studierende seit 2009 diesen Laden, der ohne Geld und Tausch funktioniert. Es geht hier um Wiederverwenden statt Wegwerfen. Nicht Geld, sondern Bedarf ist relevant. Jede und jeder darf Dinge hinbringen oder mitnehmen. Die einzigen Regeln für die Besucherinnen und Besucher: "Die mitgebrachten Dinge sollten sauber und benutzungsfähig sein. Außerdem haben wir die ,Drei-Teile-Regel‘. Wer mehr mitnehmen möchte, sollte das gut begründen können. Meistens ist es aber so, dass viel gebracht und wenig genommen wird."

Die Regale kommen zum Großteil aus dem TU-Möbellager; dementsprechend ist vom Stahlschrank über das Holzregal bis zum Couchtisch alles dabei. Das Sortiment ist sortiert; die Bücher nach Themen, die Kleider beispielsweise nach "langärmelig" und "kurzärmelig" oder "bunt" und "bedruckt". Eine kleine Ecke wird mit Hilfe von Stellwänden zu einer Umkleidekabine.

Der "Rat für Nachhaltige Entwicklung" hat ihm letztes Jahr für seinen umweltfreundlichen und sozialen Anspruch das "Werkstatt-N-Siegel" verliehen. Neben dem ökologischen Aspekt, dass Dinge wiederverwertet werden, hat der Laden eine soziale Funktion in zweierlei Hinsicht: Er bietet ökonomische Hilfe an und fungiert als sozialer Treffpunkt: "Viele Leute bleiben länger, um sich hier auszutauschen." Und tatsächlich lädt eine Sitzecke am Fenster zum Bleiben ein.

Das Prinzip des Wiederverwendens macht Johannes Dietrich auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin zum Thema. In der Zentraleinrichtung für wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) arbeitet er in einem Projekt zur Abfallvermeidung, das auf die Verwendung von übrig gebliebenen Materialien in der Produktion zielt, wie zum Beispiel Fahrradbeleuchtung aus Reststoffen aus der Elektronik herzustellen. In einem anderen geht es um die kreative Nutzung von Holzüberschüssen, aus denen Designgegenstände hergestellt werden.

Das Team des "Umsonstladens" widmet sich verschiedenen Aktivitäten. Beispielsweise organisierte es ein nichtkommerzielles Frühlingsfest im Mai, veröffentlicht die kostenlose Zeitung "Geschenkpapier" und vernetzt sich mit anderen Projekten wie dem "Sozialen Büchertisch" oder dem Haus der Nachhaltigkeit in Treptow-Köpenick.

Der "Umsonstladen" befindet sich auf der Rückseite des HFT-Gebäudes am Einsteinufer 25. Öffnungszeiten: Mittwoch 17 bis 19 Uhr und Donnerstag 15 bis 18 Uhr
http://ula.blogsport.de

Jana Bialluch / Quelle: "TU intern", 7/2011

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