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TU Berlin

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Studium & Lehre

"Mädchen, wenn du früher angefangen hättest!"

Donnerstag, 14. Juli 2011

Die TU-Fußballerinnen suchen noch Verstärkung und eine zweite Trainerin

Fußballerinnen
Auch TU-Sportlerinnen begeistern sich für das runde Leder
Lupe

Die Sportstätten Westend des Sportamts Charlottenburg-Wilmersdorf liegen rund vier Kilometer westlich der Universität am Spandauer Damm 150. Hier findet jeden Montag das Training des TU-Frauenfußballteams statt. "Seit dem Wintersemester 2009/2010 haben wir konstant hohe Teilnehmerinnenzahlen", berichtet Stefanie Fiebig vom TU-Hochschulsport: "Wir konnten unsere Kapazität von 40 Teilnehmerinnen bei zwei Trainerinnen voll ausnutzen, sowohl im Winter in der TU-eigenen Halle in der Waldschulallee als auch im Sommer in Westend."

Wer als angemeldete Spielerin zum ersten Mal die Sportanlage ansteuert, muss etwas Geduld und Zuversicht mitbringen. Die sechs Fußballplätze liegen versteckt hinter einer Kleingartenkolonie. Oft muss das Team spontan umziehen, obwohl die TU Berlin einen der Plätze fest gebucht hat. Im Vergleich zu den gemischten und den Männerteams an der TU Berlin sei die Lage für die Frauen dennoch gut, wie Stefanie Fiebig betont. Die Fußballerinnen trainieren seit Jahren an den gleichen Orten und sie sind das einzige TU-Fußballteam, das im Sommer draußen spielt. Diese unstete Situation ist vor allem einer großen Konkurrenz um die Sportstätten im Land Berlin geschuldet.

Beim Training ist der Trainerin Mine Vatansever die Mischung der Teams besonders wichtig, da "die Anfängerinnen vom Spiel mit den Fortgeschrittenen ganz viel lernen". Es beginnt üblicherweise mit dem Aufwärmen und Dehnen, dann folgt eine gezielte Technikeinheit und schließlich kommt es zum gemeinsamen Abschlussmatch. An einem Abend im Mai wird zum Beispiel das Kurzpassspiel zur Erwärmung gleichzeitig genutzt, um die Namen der Mitspielerinnen zu üben. Danach steht die Schussfinte auf dem Plan. Mine Vatansever, die das Training mit energischer Herzlichkeit leitet, zeigt, wie es nicht gemacht werden soll. Sie zieht das rechte Bein lasch an und lässt es mit kurzer Verzögerung gegen den Ball klatschen. "So machen es die Männer. Das ist für mich aber keine Finte. Die muss einen Tempowechsel enthalten." Mit einem kurzen Stopp des ganzen Körpers geht sie mit dem rechten Fuß über den Ball, um ihn mit links weiterzuführen. Konzentriert beugen sich kurz darauf die zwölf Köpfe der Spielerinnen nach unten, schon die Körperspannung lasse die unterschiedlichen Erfahrungshorizonte der Frauen erkennen, so die Trainerin. Von der Anfängerin, die das Fußballspielen zum ersten Mal gezielt lernen möchte, bis zur Spielerin mit mehrjähriger Vereinserfahrung ist alles dabei.

Dass der Weg auf den Fußballplatz noch immer steinig sein kann, berichtet Katharina. Ihr großer Bruder spielte schon, seit er sechs Jahre alt war, doch ihr hatte die Mutter in dem kleinen hessischen Dorf das Fußballspielen verboten. Es sei nichts für Mädchen. Stattdessen lernte Katharina Reiten. Da sie der Fußball aber nicht losließ, trat sie mit 18 Jahren doch in einen Verein ein. Dort spielte sie dann sechs Jahre, meist im defensiven Mittelfeld, und etwas wehmütig zitiert sie ihren Trainer: "Mädchen, wenn du nur früher angefangen hättest!" Für Punktspiele am Wochenende hält er ihr immer einen Platz im Team frei - wenn sie auf Heimatbesuch kommt.

Auch die TU-Fußballerinnen freuen sich über Verstärkung. Wer Lust bekommen hat, findet beim TU-Hochschulsport Beratung.

www.tu-sport.de

Josephine Bürgel, Frauenbeauftragte der Fakultät I Geisteswissenschaften / Quelle: "TU intern", 7/2011

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