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TU Berlin

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Studium & Lehre

Anbau auf mehreren Etagen

Donnerstag, 14. Juli 2011

Studierende der "Stadtökologie" entwickeln Ideen für die "vertikale Landwirtschaft"

Ökologische Vision
Ökologische Vision: Pflanzenanbau einmal anders
Lupe

Nahrungsmittelproduktion, Energiegewinnung und Bauland stehen weltweit in Nutzungskonkurrenz um Böden. Dieser Konflikt wird durch wachsende Bevölkerungszahlen und die stetige Zunahme von Megacities zusätzlich verschärft. Wie sollen 9,3 Milliarden Menschen im Jahre 2050 unter diesen Bedingungen ernährt werden? Es ist fraglich, ob die derzeitige Nahrungsmittelproduktion ausreichende Methoden zur Verfügung stellt. Auch welche Umweltauswirkungen die derzeitige landwirtschaftliche Praxis hat, ist ungewiss.

Deutschland kann dieser Problematik ebenfalls nicht aus dem Weg gehen. Täglich werden rund 100 Hektar in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt und so der landwirtschaftlichen Nutzung unwiderruflich entzogen. Die aktuell praktizierte Landwirtschaft kann durch anhaltende Bodendegradation keine dauerhafte Ernährungssicherheit gewährleisten und es müssen kontinuierlich neue Flächen landwirtschaftlich erschlossen werden.

Nur ein alternatives Flächennutzungskonzept könne eine global und lokal nachhaltige Ernährungssicherheit herstellen, so Stadtökologen heute. Die Lösung dieser globalen Herausforderung liege nicht in der Natur, sondern unmittelbar bei den Menschen, in den Städten. Das ist der Ansatz für das Studienprojekt "Resourcing Space" von Masterstudierenden im Masterstudiengang "Stadtökologie" (Urban Ecosystem Sciences) am Institut für Ökologie der TU Berlin. Ihre Idee:

Landwirtschaft auf mehreren Etagen könne die Lösung vieler Probleme sein. Wie bei einem Hochhaus entstehe viel Nutzungsfläche bei einer geringen Grundfläche. Durch diese Einsparung von Fläche wird die Flächennutzungskonkurrenz abgemildert. In Zeiten des Klimawandels würden Wetterextreme wie Stürme, Dürren und Starkniederschläge zunehmen. Die sogenannte "vertikale" Landwirtschaft mache die Nahrungsproduktion robuster gegenüber klimatischen Veränderungen und ermögliche zusätzlich eine jahreszeitenunabhängige Produktion. Auch die verkürzten Transportwege durch den Anbau direkt in der Stadt trügen zur Nachhaltigkeit der Landwirtschaft bei.

Das Projekt sucht Antworten auf die geschilderten globalen Probleme und arbeitet an der Weiterentwicklung visionärer Vorschläge zu vertikaler Landwirtschaft mit. Über die Utopie hinaus werden die Funktionsweisen und die ökologische Bewertung von Landwirtschaft in Hochhäusern untersucht: ein neuer Schritt in die Zukunft der Landwirtschaft.

Der Masterstudiengang "Stadtökologie" reagiert auf die vielfältigen planerischen, technischen und umweltwissenschaftlichen Herausforderungen, die Städte heute und zukünftig stellen. Ökologische Probleme sollen frühzeitig identifiziert, Grundlagen für nachhaltige Lösungen erforscht und konkrete Lösungsansätze entwickelt werden.

Ulrike Sturm, Masterstudiengang Urban Ecosystem Science / Quelle: "TU intern", 7/2011

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