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Studium & Lehre

Ingenieure mit sozial-ökologischem Bewusstsein

Montag, 09. Mai 2011

Die TU-Projektwerkstatt "Blue Engineer" entwickelt Lehrmodul

Am Start: Die "Blue Engineers" sehen sich in ökologischer Verantwortung
Lupe

Ein „Blue Engineer“ ist ein Ingenieur oder eine Ingenieurin mit sozialer und ökologischer Verantwortung. In der Projektwerkstatt gleichen Namens will man im Rahmen der Lehre für eine soziale und ökologische Dimension der Technik sensibilisieren und den Entwicklern von morgen neue Handlungswege aufzeigen. „Wir möchten ein Modul, ein Wahlpflichtfach einrichten. Mit Themen und einem Methodenmix, die wir in dieser Form nicht an der TU Berlin gefunden haben“, schildert der Student und „Blue Engineer“ Jens Rottkewitz. Der Ausblick: „Wenn’s gut läuft, gibt es das ,Blue-Engineer‘-Modul als Probelauf bereits zum kommenden Wintersemester.“

Die Projektwerkstatt „Blue Engineer“ existiert seit dem Wintersemester 2009/10. Sie wurde vom „Rat für nachhaltige Entwicklung“, berufen im Jahr 2001 durch die Bundesregierung, geprüft und mit dem Qualitätslabel „Werkstatt N Impuls 2011“ ausgezeichnet. Die Mitglieder der Projektwerkstatt arbeiten unter anderem darauf hin, dass bestehende Möglichkeiten in Betrieben besser genutzt werden. Jens Rottkewitz gibt ein Beispiel: „Bei VW Salzgitter konnte die Belegschaft durchsetzen, dass neben den Automotoren auch Blockheizkraftwerke gebaut werden. Das passt gut zusammen, denn die Motoren sind nun das Herzstück hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Das Problem ist gelöst, der Arbeitsplatz für die Zukunft gesichert.“

Die rund 15 engagierten Studierenden aus den Ingenieur- und Geisteswissenschaften präsentieren sich auch nach außen. Ihre nächsten Aktivitäten: Bei der Langen Nacht der Wissenschaften sind „Blue Engineer“ mit anderen selbst verwalteten Projektwerkstätten anzutreffen. Dort führen Quiz und Memory-Spiele an Themen wie Nachhaltigkeit heran. Außerdem werden Orientierungshilfen durch die Produktvielfalt gegeben. Studierende, die sich selbst engagieren möchten, sind jederzeit bei den wöchentlichen Treffen willkommen. Reinschnuppern kann man auch bei den Workshops „Üni-Ei“, die die „Blue Engineers“ zusammen mit der Hochschulgruppe „Ingenieure ohne Grenzen“ (TU intern 1/2010) veranstalten. Im Sommer wird die Projektwerkstatt „Blue Engineer“ mit einer großen Abschlussveranstaltung zunächst beendet. Sie strebe eine Verlängerung an, so Jens Rottkewitz, denn die Arbeit lohne sich und werde von der Universität unterstützt. Er weiß es sehr zu schätzen, dass man an der TU Berlin Projektwerkstätten für ein selbstbestimmtes Lernen gründen kann: „Es gibt einen festen Ansprechpartner in der Professorenschaft, Räumlichkeiten und Gelder für Materialien und zwei Tutorenstellen. Dadurch hat man Freiräume und man kann viel erreichen.“

Jana Bialluch / Quelle: "TU intern", 5/2011

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