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TU Berlin

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Studium & Lehre

Weltweites Netzwerk der Stadtexperten

Montag, 12. Juli 2010

Das Urban-Management-Programm der TU Berlin

Strategische Planung in Mirzapur, Bangladesch, 2009
Lupe

Auf den Stadtkarten in vielen Großstädten der Welt tauchen große graue Flecken auf – ohne Straßennamen und Bezeichnung. Es sind oft Slumviertel mit illegal auf privatem und auf öffentlichem Grund und Boden errichteten Häusern.

Doch wie funktioniert in diesen rasant wachsenden Stadtvierteln die Abfallwirtschaft, wie die Wasserversorgung? Wie kann man diese Gebiete an die Verkehrsinfrastruktur anschließen? Beim Bau dieser Häuser fehlt oft die Baugenehmigung, Bauvorschriften sind missachtet worden. Die Einführung von Sicherheitsstandards im Wohnungsbau in solchen Gebieten wird so zum Problem. Um es zu lösen, müssen Bewohner wie Verwaltung überzeugt werden, in die Qualität der Infrastruktur und der Häuser zu investieren, um langfristig die Lebensbedürfnisse von Slumbewohnern in die Stadtpolitik zu integrieren. Diese und ähnliche Fragen bearbeiten die Studierenden des weiterbildenden Urban-Management-Programms (UM-Programm) der TU Berlin. Das UM-Programm wurde 2005 als internationales, interdisziplinäres Studienprogramm an der TU Berlin eingerichtet. Fast alle Teilnehmer der Weiterbildungs-Kurzkurse und des „Urban Management“-Masterkurses – Architekten, Stadtplaner, Umwelttechniker oder Soziologen mit mehrjähriger Berufserfahrung – kommen aus dem außereuropäischen Ausland, aus Asien, Afrika und Lateinamerika. Diese internationale Zusammensetzung macht das Programm zur Plattform des Meinungsaustauschs und der Präsentation von "Best Practice"-Methoden im Stadtmanagement. So kann sich zum Beispiel herausstellen, dass ein Instrument zur Aufwertung der Infrastruktur in brasilianischen Stadtvierteln Erfolg verspricht, in Indonesien oder Südafrika aber nicht funktioniert. Grund können unterschiedliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen sein. Andererseits können gute Beispiele aus Europa trotz verschiedener Gegebenheiten auch für Länder Asiens, Afrikas oder Lateinamerikas Relevanz haben.

Doch im Programm wird nicht nur diskutiert. Eine wichtige Säule sind praktische Auslandsprojekte, an denen jeder Studierende teilnimmt. Sie werden in enger Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und mit den betreffenden Stadtverwaltungen durchgeführt. Syrien, Montenegro, Bangladesch, China und Ägypten waren bisher die Einsatzorte. So erlangen die Absolventen wichtige Kenntnisse, die ihnen einen Blick über den Tellerrand ihres eigenen Landes gewähren. Und sie profitieren weiter: Das UM-Programm, das sich komplett selbst finanziert, bleibt mit seinen Alumni in Kontakt: So bildet sich ein jährlich wachsendes Netzwerk von "Stadtexperten" in aller Welt, das der TU Berlin verbunden bleibt.

Dr. Bettina Hamann, Koordinatorin Urban Management Studies / Quelle: "TU intern", 7/2010

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