direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Studium & Lehre

Jetzt kommen die doppelten Abiturjahrgänge

Montag, 14. Juni 2010

TU Berlin hat sich zu freiwilliger Überlast verpflichtet – gute Berufsaussichten für MINT-Absolventen

Allein 2010 hält die TU Berlin 390 Plätze zusätzlich für Studienanfänger im ersten Hochschulsemester
Lupe

Im Jahr 2012 rechnen die Berliner Hochschulen mit einem besonderen Ansturm. Dann nämlich werden die Berliner und Brandenburger "Doppelten Abiturjahrgänge" Studienplätze suchen. Um diesen Studierchancen zu bieten, wird die TU Berlin mehr Studienplätze als bisher zur Verfügung stellen und damit eine freiwillige Überlast tragen. Die entsprechenden Zahlen wurden bereits in den Anfang des Jahres unterzeichneten Hochschulverträgen verabredet. Die TU Berlin hat sich zu folgenden Aufwüchsen im Vergleich zum Jahr 2008 bereit erklärt: Sie wird im Jahr 2010 für Studienanfänger im ersten Hochschulsemester 390 Plätze mehr anbieten, im Jahr 2011 580 Plätze und im Jahr 2012 1230 Plätze mehr.

Für das Immatrikulationsverfahren in den zulassungsbeschränkten Studiengängen sind die Zulassungszahlen eine wichtige Grundlage. Sie spielen, aufgrund des neuen "leistungsbasierten Hochschulfinanzierungssystems", ebenfalls eine Rolle bei der Zuweisung der Finanzmittel an die TU Berlin. Der Akademische Senat der TU Berlin hat daher am 26. 5. 2010 Zulassungszahlen für das kommende Wintersemester 2010/2011 und für das Sommersemester 2011 beschlossen: In den Bachelorstudiengängen werden 3886 Plätze vergeben (154 mehr als 2009), in den Masterstudiengängen 1439 (435 mehr als 2009). Die deutliche Erhöhung im Master entsteht, da zunehmend die TU-eigenen Bachelorabsolventinnen und -absolventen einen Masterstudienplatz suchen werden. Ob es zu einer Auslastung kommt, wird natürlich erst erkennbar, wenn die Zahl der Immatrikulationen bekannt ist. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Studienplätzen ist es allerdings wahrscheinlich, dass die zusätzlich angebotenen Plätze auch in Anspruch genommen werden. Mit dieser freiwilligen Überlast wird die TU Berlin allerdings mehr als ausgelastet sein.

Exzellent sind jedoch die Berufsaussichten für Absolventinnen und Absolventen der "MINT-Fächer" auch in den nächsten Jahren, da die Wirtschaft hier bereits seit Längerem einen Fachkräftemangel befürchtet. Die Studiengänge sind inzwischen flächendeckend auf das Bachelor/Master-System umgestellt. Es deutet sich sogar an, dass die Erfolgsquoten im Vergleich zum alten System signifikant höher sind, auch wenn im Detail noch hier und da Nachbesserungsbedarf besteht. Über den Studienerfolg entscheiden aber vor allem auch Qualität und Relationen der Betreuung. Daher hat der Akademische Senat den Präsidenten gebeten, sich für eine Neuregelung der Kapazitätsberechnung einzusetzen, die den Änderungen durch die Bologna-Reform gerecht wird. Das könne eine Grundlage schaffen, um eine bessere Betreuung der Studierenden zu gewährleisten. Hintergrund ist, dass in den nächsten Jahren kein zusätzliches Lehrpersonal eingestellt werden kann. Daher müssen die Mittel intern so verteilt werden, dass die Universität ihre Aufgaben in Lehre, Forschung und Weiterbildung möglichst effektiv und effizient leisten kann. Noch in diesem Jahr nimmt die Universitätsleitung eine Anpassung der internen Mittelvergabe in Angriff. Ziel ist es, einen von allen als gerecht empfundenen Modus zu finden. Denn die Motivation aller Mitglieder ist neben der Ausstattung entscheidend für die Erfolge in Lehre und Forschung der Universität.

Dr. Patrick Thurian, Strategisches Controlling / Quelle: "TU intern", 6/2010
Wo die "doppelten Abiturjahrgänge" herkommen
2007
Sachsen-Anhalt
2008
Mecklenburg-Vorpommern
2009
Saarland
2010
Hamburg
2011
Bayern, Niedersachsen
2012
Baden-Württemberg, Berlin,
Brandenburg, Bremen
2013
Hessen I, Nordrhein-Westfalen
2014
Hessen II
2016
Schleswig-Holstein

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.