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TU Berlin

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Studium & Lehre

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Montag, 17. Mai 2010

Wie der Computer künftig unsere Welt verändert

Es gibt wenige Erfindungen, die innerhalb so kurzer Zeit zu derartigen Veränderungen in Kultur und Gesellschaft beigetragen haben wie die Erfindung des Computers durch TU-Alumnus Konrad Zuse, der an der TH Charlottenburg, der Vorgängereinrichtung der TU Berlin, studierte, Mitte des vorigen Jahrhunderts. In diesem Jahr feiern wir seinen 100. Geburtstag. Seitdem jagt in der Informationstechnologie eine Entwicklung die andere und mit jeder verändern sich das Gesicht der Erde und das Verhalten der Menschen. Eine der spektakulärsten Entwicklungen ist das Internet mit seinen Tausenden von Möglichkeiten für das Arbeits- und das Privatleben, für Politik und Wirtschaft, für Bildung und Sozialwesen. Ein Ende ist nicht abzusehen. Immer neue Erfindungen und Weiterentwicklungen versprechen Wandlungen, von denen wir noch gar keine Vorstellung haben. Genau darin liegt aber die Herausforderung, sich Gedanken über den verantwortungsbewussten Umgang mit der neuen Technik zu machen. Wie sich die TU-Mitglieder die "computerisierte" Welt in 20 Jahren vorstellen, hat E intern auf dem Campus erfragt.

Yousif Kalaf, Student 13. Semester Technische Informatik

Yousif Kalaf
Lupe

Der Computer wird noch einen großen Einfluss haben. Alles funktioniert heutzutage mit Computern, die Geräte und Maschinen, die Fabriken, die Kommunikation. Das hat sicher große Vorteile, kann sich aber auch nachteilig auswirken. Wenn der Computer die Arbeit für die Menschen tut, was bleibt ihnen dann noch übrig? Zu viel Freizeit ist auf Dauer sicher auch nicht angenehm, im Gegenteil, wenn die Menschen keine Herausforderungen in ihrer Arbeit mehr finden, könnte sich das nachteilig auf ihren Intellekt auswirken.

Kim Le Roux, Studentin 10. Semester Architektur

Kim Le Roux
Lupe

Der Computer sollte mehr Dinge im Umgang der Menschen erleichtern. Heute gibt es Skype zum Telefonieren im Internet. Man kann sich sogar sehen. Diese Techniken sollten noch verbessert werden, um einen weltweiten Austausch zu ermöglichen.

Paul Conrad, Student 10. Semester Architektur

Paul Conrad
Lupe

Ich erwarte vom Computer der Zukunft, dass er uns nicht mehr so viel Zeit klaut, sondern dass er uns mal ein bisschen Zeit schenkt. Wir arbeiten in der Architektur zum Beispiel sehr viel mit Zeichenprogrammen. Dadurch ist das Arbeiten einerseits leichter geworden, andererseits wird aber auch sehr viel mehr erwartet. Früher hat man Zeichnungen gemacht, und weil es so aufwändig war, sie zu erstellen, waren sie dann auch irgendwann fertig. Heute kann man immer wieder Änderungen vornehmen. Dadurch arbeitet man einfach immer weiter, geht wieder einen Schritt zurück, einen vor, bessert aus, verändert – und die Arbeit findet kein Ende. Ich habe deshalb nicht das Gefühl, dass man durch die Technik Zeit spart.

CAO Zhong, Student 6. Semester Luft- und Raumfahrttechnik

Cao Zhong
Lupe

Ich würde mir wünschen, dass jeder einen Mini-Computer mit sich herumträgt wie heute eine Armbanduhr. Er sollte Arbeits- und Kommunikationsfunktionen vereinen und sollte auch mit einer Brille verbunden sein, sodass man die Daten auf einer Bildschirm-Brille sehen kann.

Dr.-Ing. Arda Karasu, Wissenschaftler Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen

Arda Karasu
Lupe

Ich stelle mir vor, dass man die Computer mit Gedanken steuern kann. Das könnte man auch sehr vielseitig einsetzen, sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben. Derzeit gibt es ja schon Forschungen in diese Richtung, die aber noch sehr in den Kinderschuhen stecken. Dennoch sollten wir uns eins nicht ersparen: Wir müssen die Kontrolle behalten, sosehr wir den Fähigkeiten des Computers auch vertrauen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Levent Uluis, Doktorand Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen

Levent Uluis
Lupe

Auch für mein Fach, die Architektur, gibt es natürlich Konsequenzen, insbesondere, was die Arbeitsabläufe betrifft. Die Entwicklung insgesamt kann sowohl nützlich als auch bedrohlich sein. Es liegt in unserer Hand und wir müssen vorsichtig sein. Ich glaube deshalb nicht, dass die Computer die Kontrolle übernehmen werden, aber ich kann verstehen, dass es diesbezügliche Ängste gibt.

Katharina Baumgarten, Studentin 9. Semester Luft- und Raumfahrttechnik

Katharina Baumgarten
Lupe

Ich stelle mir vor, dass wir viel weniger Papier benötigen und damit auch gleich die Umwelt schonen. Der Computer soll uns zukünftig von der Notwendigkeit befreien, so viel Papier zu beschriften und herumzuschleppen wie im Moment. Alle Bücher werden digitalisiert sein, man muss nicht mehr in die Bibliothek laufen, sondern lädt sich die benötigte Literatur einfach herunter und kann zu Hause in Ruhe lesen.

Quelle: "TU intern", 5/2010

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