direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Studium & Lehre

Ein wertvoller Roh(r)stoff

Montag, 19. April 2010

Studierende bauen Fahrräder aus Bambus – ausgezeichnet im "Land der Ideen"

Die ersten Bambusfahrräder sind schon in Betrieb
Lupe

Bike-Polo ist die neue Trendsportart in Berlin, hatte der "TIP" schon Ende 2008 berichtet. Man braucht: Fahrrad, Stock mit Stockhammer und Ball. Doch das Sahnehäubchen wird erst am 28. April 2010 präsentiert: Bike-Polo mit umweltfreundlich produzierten Bambusfahrrädern. An diesem Mittwoch im April wird das TU-Studierenden-Projekt „Berlin-Bamboo-Bikes“ im Rahmen der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler als zukunftsweisendes Projekt vorgestellt.

Thomas Finger, der Initiator des Projekts, ist Student der Luft- und Raumfahrttechnik. Vor etwa zwei Jahren baute er sein erstes Fahrrad aus Bambus, den er selbst in einer Bambusgärtnerei in Hessen geerntet hatte. Kurze Zeit später gewann er weitere Interessierte für sein Projekt. "Bambusfahrräder sind stabil und robust", sagt Thomas Finger. "Jeder kann sie bauen. Vor allem ist Bambus ein nachwachsender Rohstoff, der auch in Mitteleuropa gedeiht." Seit Anfang des Jahres bieten die Fahrradbauer bereits Workshops für Interessierte an, zum Bau von Cityrädern, Mountainbikes, Tandems, Lastenrädern, Liegerädern oder sogar Rikschas. Mit Geduld und Hartnäckigkeit ist es inzwischen gelungen, aus dem Projekt eine sogenannte Projektwerkstatt zu machen. Projektwerkstätten sind eine Besonderheit der TU Berlin. Es handelt sich um ein finanziertes "Tutorenprogramm für fachliche und didaktische Innovationen". Hier können Studierende selbstbestimmt und selbstständig sowohl praxis- als auch forschungsorientiert eigene Themen und Projekte bearbeiten.

Aber Thomas Finger, der auch in der Hochschulgruppe "Grüne Uni" aktiv ist, möchte nicht nur zeigen, dass sich nachwachsende Rohstoffe als Konstruktionswerkstoff eignen, es sollen auch neue Fertigungsverfahren entwickelt und getestet werden. "Die Studierenden in unserer Projektwerkstatt entwerfen auch Marketingstrategien für Bambusfahrräder, entwickeln Werbekonzepte und üben sich in betriebswirtschaftlichen Abläufen, indem sie unter anderem versuchen, Sponsoren und Partner von der Nachhaltigkeit des Projekts zu überzeugen."

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 4/2010

Gelegenheit, die Bambusfahrräder zu sehen und auch zu testen, wird außer am 28. April auf dem Vorplatz des TU-Hauptgebäudes auch noch am 5. Juni sein, und das sogar nachts. Thomas Finger und seine engagierten Bambusfahrradbauer werden ihre Idee auf der "Langen Nacht der Wissenschaften" präsentieren.

www.gruene-Uni.org
http://berlin-bamboo-bikes.org

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.