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TU Berlin

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Studium & Lehre

Von der Lehrbaustelle zum Theaterevent

Montag, 22. Februar 2010

Maxim-Gorki-Theater in der Peter-Behrens-Halle

Schauspieler Andreas Leupold vom Maxim-Gorki-Theater agiert vor, im und auf dem Haus in der Peter-Behrens-Halle, ebenso wie das Musik-Ensemble
Lupe [1]

Mutter, Vater, Kind – eine DDR-Kleinfamilie hat ein Haus um die eigene Leere gebaut. Als alles fertig und eingerichtet ist, eskaliert die Situation in der Familie. In ungewöhnlicher Kulisse an ungewöhnlichem Ort spielte ein Ensemble des Maxim- Gorki-Theaters Anfang Februar das Stück "Das Haus" nach einer Erzählung von Einar Schleef.

Es handelte sich um die Passionsgeschichte eines Bauarbeiters, der auf der Baustelle seines Lebens scheitert: Die Schauspieler und Musiker agierten in und auf einem Gebäude aus wieder verwendeten Plattenbauteilen aus Beton, das als Forschungs- und Lehrprojekt auf einer sogenannten "Lehrbaustelle" in der Peter-Behrens-Halle der TU Berlin in Wedding von Auszubildenden des Bauwesens und Studierenden aufgebaut und beforscht wurde. "Plattenvereinigung" heißt das Projekt, das Forschung mit Kunst verbindet, Ausbildung mit Kommunikation im öffentlichen Raum. Das Haus aus den recycelten Betonbauteilen dient gleichzeitig als Medium, Lehrobjekt und Veranstaltungsraum und soll die Themen Nachhaltigkeit und Recycling-Kultur in der Stadtentwicklung und im Bauwesen transportieren.

Die Betonbauteile stammen aus einem ehemaligen Wohnplattenbau in Frankfurt/Oder sowie aus einem ehemaligen Studentenbungalow des Olympischen Dorfs in München. Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen an zwei verschiedenen Standorten. Entwickelt und bauphysikalisch sowie baukonstruktiv beforscht wurde das Haus auf der "Lehrbaustelle" unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Vogdt, Fachgebiet Bauphysik und Baukonstruktionen. Nach dem Theaterevent wird es dann bis Oktober 2010 an einem öffentlichen Standort auf dem ehemaligen Wertheimgrundstück am Berliner Moritzplatz stehen. Dort werden zahlreiche Projektpartner gemeinsam mit den Initiatoren "zukunftsgeraeusche" die Vereinigung der Fertigbetonteile in neuem Gewand – Bestandteile aus einstmals visionärer Baukultur und heutigem Stadtumbau – zum Anlass nehmen, sich mit nachhaltiger Stadtentwicklung und zukünftigen Formen des Zusammenlebens öffentlich und vielseitig auseinanderzusetzen.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 2/2010

www.plattenvereinigung.de [2]
www.zukunftsgeraeusche.de [3]

"TU intern" Februar 2010

  • Online-Inhaltsverzeichnis [4]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Februar 2010 [5]
  • Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010 (Sonderbeilage) [6]
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