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TU Berlin

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Studium & Lehre

TU-Umzug auf dem Reißbrett

Montag, 25. Januar 2010

Wie der Flughafen Tempelhof zu einem Uni-Campus werden könnte

Mathe im Hangar: So könnte der TU-Campus in Tempelhof aussehen
Lupe

Wenn Visionen wahr werden, dann könnte dereinst der Campus der TU Berlin auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof neu entstehen. Diese kühne Idee stammt von den drei Architekturstudenten David Auerbach, Christian Lormis und Günter Schörken. In ihren Diplomarbeiten am TU-Institut für Architektur haben sie das Szenario durchgespielt. Günter Schörken erstellte eine Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung des Flughafengebäudes Tempelhof durch die TU Berlin, und David Auerbach und Christian Lormis beschäftigten sich mit dem Entwurf und der Ausführungsplanung für die neue TU Berlin in Tempelhof.

Mit der Schließung des Flughafens im Jahr 2008 liegen mitten in Berlin nicht nur 220 Hektar brach (das entspricht in etwa der Größe des Tiergartens), sondern auch eines der größten Gebäude der Welt mit einer Bruttogeschossfläche von circa 299 000 Quadratmetern steht leer. "Ideen für eine Nachnutzung des Flughafens Tempelhof gibt es viele", sagt David Auerbach, „aber unser Ehrgeiz lag darin, ein Konzept zu finden, wodurch das Flughafenareal samt Gebäude in Gänze eine neue Funktion bekommt. Eine kleinteilige Nutzung als namenloses Bürogebäude, Shopping-Mall oder Vergnügungspark würde unseres Erachtens der historischen Bedeutung des Bauwerkes für die Stadt nicht gerecht werden.“ Für die drei Studenten verfügt die TU Berlin mit ihren sieben Fakultäten und 28 000 Studierenden über das Potenzial, als Universitätscampus das Gelände zu einem zentralen Stadtquartier zu entwickeln. Damit einhergehen würde auch ein Entwicklungsschub für den Stadtbezirk Tempelhof. "Unsere Analysen haben ergeben, dass ein Großteil der 146 TU-Gebäude dort unterkommen könnte. Notwendige Neubauten im Umfang von 91 000 Quadratmetern für Hörsäle, Labore und Bibliotheken würden auf dem Rollfeld errichtet", so Auerbach. Die das Areal prägende Start- und Landebahn bleiben in den Entwürfen der Studenten nicht nur als öffentliche Wege erhalten, sondern deren Prinzip, die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten zu sein, wird als Gestaltungselement weiterentwickelt. Die neu zu bauenden Gebäude ordnen Auerbach und Lormis auf dem Rollfeld so an, dass sie immer auf direktem Wege miteinander verbunden sind. Ein Campus wirklich kurzer Wege entstünde.

Natürlich untersuchten die Studenten auch die Kosten eines solchen Umzugs. "Wir haben errechnet, dass er nahezu kostenneutral möglich ist – zum einen durch den Verkauf von TU-Gebäuden und -Grundstücken, zum anderen durch Energieeinsparungen, die sich aus der Verdichtung des Campus ergeben würden", erklärt Auerbach. Auf 519 Millionen Euro würden sich die Kosten für Sanierung, Neubau, Umzug und Bestandsübernahme belaufen. Die Verkaufserlöse der Gebäude und Grundstücke ergäben 665 Millionen Euro.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 1/2010

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