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TU Berlin

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Offensive Wissen durch Lernen

Verbesserung durch Selbstreflexion

Montag, 18. Oktober 2010

QS² – ein Programm zur nachhaltigen Sicherung der Qualität in der Lehre

In Zeiten der Massenuniversität ist eine qualitativ hochwertige Lehre von ausschlaggebender Bedeutung
Lupe

Der Schwerpunkt des Studiums an der TU Berlin liegt auf der Fachkompetenz, die auf sehr hohem Niveau bereits im Bachelorstudium vermittelt wird. Das ist eines der Ergebnisse der Evaluation von bislang 25 TU-Studiengängen innerhalb des Projekts „QualitätsSicherung Studienprogramme“ (QS²), das Anfang 2007 von der TU Berlin für die TU9-Universitäten als Leitprojekt gestartet wurde. Grundlage war eine an der TU Eindhoven entwickelte Systematik, um die Vermittlung von sieben akademischen Kompetenzbereichen zu evaluieren.

Zunächst werden dabei die Studiengangsverantwortlichen zu ihren modulspezifischen Kompetenzzielen befragt. Dabei wird erfasst, wie viel Zeit anteilig auf die Vermittlung bestimmter Kompetenzen entfällt, auf welchem Niveau diese vermittelt und ob sie geprüft werden. Am Ende ihres Studiums werden dann die Studierenden um eine Selbsteinschätzung zu ihrem Kompetenzerwerb gebeten. So entsteht ein Ist-Profil, das mit dem Soll-Profil aus den Befragungen der Lehrenden verglichen werden kann. Das QS²-Team macht anschließend Vorschläge zum Ausbau der Stärken und zum Abbau von Schwächen.
Als Pilotprojekt diente der Studiengang Human Factors, der, so das Ergebnis, seine selbst gesteckten Ziele sehr gut erfüllt. Der Vergleich von Soll- und Ist-Profil war sehr zufriedenstellend.

Nach den Ingenieurwissenschaften wurde die Analysemethode 2009 auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge und seit 2010 auch auf die sozial- und geisteswissenschaftlichen Studiengänge übertragen.

Im Jahr 2009 begann eine Befragung der Informatikstudierenden während der Bearbeitung ihrer Bachelorarbeit. In dieser Phase reflektieren sie am ehesten ihren bisherigen Kompetenz-erwerb. Die Ergebnisse werden Ende des Jahres vorliegen. Das aus OWL-Mitteln finanzierte Projekt ermöglicht es den Verantwortlichen erstmalig, die tatsächlichen Gegebenheiten des Studiengangs mit den in Studien- und Prüfungsordnung formulierten Zielen zu vergleichen und daraus Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten zu ziehen.

Klar werden jedoch auch Profilunterschiede der einzelnen Studiengänge: Die Informatik setzt Schwerpunkte in Forschung und Entwicklung, die Mathematik betont wissenschaftliche Arbeitsweise und intellektuelle Fähigkeiten, während die Physik bereits im Bachelor großen Wert auf die Vermittlung von Forschungskompetenz legt.

Ein großer Gewinn des Projekts ist es auch, dass die Evaluation die Lehrenden sensibilisiert und damit in erster Linie ein Instrument der Selbstreflektion und nicht der Kontrolle darstellt.

Dr. Cornelia Raue, "Qualitäts-Sicherung Studienprogramme" / Quelle: "TU intern", 10/2010

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