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TU Berlin

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Offensive Wissen durch Lernen

Aus den Fünfzigerjahren in die Neuzeit

Montag, 18. Oktober 2010

Neukonzeption und Laborausstattung für Praktika in der anorganischen Chemie

Endlich Paltz für Experimente: Die Neuausstattung der Labore ist auch ökologisch ein Gewinn
Lupe [1]

Theorie ist gut, Praxis ist besser. Nach dieser Erkenntnis ist gerade auch die Ausbildung in vielen Ingenieur- und Naturwissenschaften aufgebaut. Ohne Praktika geht es nicht. In der Chemie sind dafür Magnetrührer, Handspektroskope, Hunderte von Tiegeln aus Porzellan, Öfen, Waagen, Mikroskope, Hebebühnen und Vieles mehr notwendig – und mittlerweile vorhanden. Mehr als 220 000 Euro erhielt die Chemie aus dem OWL-Budget, um die Praktika neu zu konzipieren und technisch modern auszustatten. Anschaffungen wurden getätigt, ein großer Umbau fand statt, Personal wurde neu eingestellt und neue Konzepte entworfen. „Durch den enormen Einsatz aller Beteiligten konnten wir mehrere neue Praktika auf verschiedenen Ebenen realisieren“, erklärt Prof. Dr. Matthias Drieß, unter dessen Leitung das Projekt durchgeführt und evaluiert wurde. Die Wirklichkeit sah vor OWL anders aus. „Die Grundpraktika waren konzeptionell und technisch auf dem Stand der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts“, so Matthias Drieß. „Die methodische Vielfalt der modernen anorganischen und allgemeinen Chemie konnte deshalb technisch und inhaltlich durch die Praktika nur unzureichend vermittelt werden.“ Dabei sind diese Praktika für viele Studiengänge unabdingbar, so für: Chemie-Bachelor, Lebensmittelchemie, Chemie-Studienrat Berufsschule, Naturwissenschaften in der Informationsgesellschaft. Als Nebenfächer kommen hinzu: Biotechnologie, Energie- und Verfahrenstechnik, Gebäudetechnik, Lebensmitteltechnologie, Technischer Umweltschutz, Werkstoffwissenschaften, Brautechnisches Fachstudium und Wirtschaftsingenieurwesen. „Die Veraltung war ein ernst zu nehmender Wettbewerbsnachteil für die Chemie der TU Berlin“, erklärt der Chemieprofessor. „Da war mit einer einfachen Modernisierung nicht viel zu machen.“

Durch die Neukonzeption habe man aber die Weichen für ein anspruchsvolles und vernetztes Grundstudium stellen können, das auch ein Sinken der Zahl von Studienabbrechern erwarten lässt. Ökologisch war die Modernisierung ebenfalls ein Gewinn: Durch den geringeren Verbrauch der Chemikalien ging die Menge der zu entsorgenden Gefahrstoffe zurück. „Und, sehr wichtig: Die Wettbewerbsnachteile für die Rekrutierung der besten Studierenden konnten wir dadurch nachhaltig ausgleichen!“

pp / Quelle: "TU intern", 10/2010

"TU intern" Oktober 2010

  • Online-Inhaltsverzeichnis [2]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Oktober 2010 [3]
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