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TU Berlin

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Studium & Lehre

Hausaufgaben ohne Zwang

Montag, 14. Dezember 2009

Studierende protestieren gegen die Auswirkungen der Bologna-Reform

Nach einer Vollversammlung am 1. Dezember 2009 im Audimax kam es zu einer spontanen Demo der Studierenden auf der Straße des 17. Juni
Lupe

Während das Bundesbildungsministerium Rekordzahlen bei Studienanfängern verkündet, ist die Stimmung bei den Kommilitoninnen und Kommilitonen gedrückt. Nachdem erst im Sommer dieses Jahres mit dem großen Bildungsstreik die studentische Seele hochkochte und mit wochenlangen Streiks und fantasievollen Veranstaltungen auf ihre Misere aufmerksam machte, breitete sich seit Oktober von Wien ausgehend eine Welle des Protestes auch über die gesamte Bundesrepublik aus. Besetzte Hörsäle waren in mehreren Städten das Zentrum des Protestes. So auch in Berlin. An der TU Berlin besetzten frustrierte Studierende elf Tage lang bis Mitte November das Audimax, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Sie kritisierten insbesondere eine aus ihrer Sicht misslungene Bologna-Reform, in deren Verlauf die Arbeitsverdichtung für das Studium so hoch sei, dass unter anderem keine Zeit zum Jobben oder auch für einen Auslandsaufenthalt bliebe. Die Besetzerinnen und Besetzer des TU-Audimax stellten einen konkreten Forderungskatalog auf, den sie dem für Lehre zuständigen Vizepräsidenten Jörg Steinbach übergaben. Unter anderem geht es um ein sinnvolles Hausaufgabenangebot ohne Zwang, um eine Reduzierung der Pflichtveranstaltungen oder eine Garantie für Nachklausuren. Sie erneuerten ihre Forderungen nach der Viertelparität sowie nach studentischen Beiräten in allen Gremien und Abteilungen. Außerdem forderten sie Lehrmittelfreiheit sowie eine Qualität für alle ohne Elitenbildung. Besonders wichtig sind ihnen auch eine Verbesserung des Studienplatzangebots in den Masterstudiengängen sowie eine Erhöhung der Tutorienplätze und eine generell bessere finanzielle Ausstattung der Lehre.

Die Hochschulleitung suchte den Dialog mit den Studierenden und versprach, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für eine Verbesserung der Studienbedingungen einzusetzen. Am 10. Dezember fand der erste "Runde Tisch" mit dem 1. Vizepräsidenten zu Studienbedingungen an der TU Berlin statt. Für die Veröffentlichung ihres Forderungskatalogs haben die Studierenden eine eigene Website eingerichtet.

Konstanze Konrad / Quelle: "TU intern", 12/2009

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