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Studium & Lehre

Erfolgreiche akademische Hacker

Montag, 16. November 2009

AG Rechnersicherheit der TU Berlin zweimal bei Hacking-Wettbewerben erfolgreich

AG Rechnersicherheit
Das Team Enoflag der AG Rechnersicherheit: Jörg Schneider, Florian Streibelt, Daniel Graff, Christopher Nguyen, Matthias Petschick, Sebastian Koch (v. l.)
Lupe

Achtundvierzig Stunden lang "hackte" sich das Team "Enoflag" der TU Berlin durch gute und schlechte Websites, um angebotene Dienste außer Kraft zu setzen, Sicherheitslücken zu entdecken und für eigene Zwecke zu nutzen oder bestehende Internetangebote nach eigenem Gusto neu zu programmieren. Für diese "Sabotage" wurden sie allerdings hochgelobt und ausgezeichnet. Das routinierte Aufspüren, Dokumentieren und Ausnutzen von Sicherheitslücken fand nämlich in präparierten Webapplikationen statt, innerhalb des IT-Security-Wettbewerbs "HackJam" Ende September. Insgesamt 247 Teams aus aller Welt waren Ende September angetreten, zehn Aufgaben zu lösen, die der Veranstalter, die südkoreanische Gruppe "Sapheads", in Form verschiedener Szenarien einer fortlaufenden Geschichte gestellt hatte. "Enoflag", ein Team aus der AG Rechnersicherheit im Fachgebiet Kommunikations- und Betriebssysteme von Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, "hackte" sich schließlich auf den zweiten Platz. Acht von zehn Aufgaben hatten sie bis Spielende lösen können. Nur 52 Teams waren überhaupt bis zur vierten Aufgabe vorgedrungen. Geschlagen geben mussten sich die Profi-Hacker aus der TU Berlin nur dem Team CLGT aus Vietnam, das die achte Aufgabe mit einer Stunde Vorsprung bewältigen konnte.

Bereits im August hatte sich das Team im IT-Security-Wettbewerb auf der Fachkonferenz "Hacking at Random 2009" gegen 21 andere Teams behaupten können und ging nach sieben Stunden als Sieger hervor. Die Konferenz "Hacking at Random" wird vierjährlich ausgerichtet. Die AG Rechnersicherheit der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik widmet sich neben der Teilnahme an Sicherheitswettbewerben auch der Mitgestaltung des Praktikums "Rechnersicherheit" sowie tagesaktuellen IT-Themen. Dem möglichen öffentlichen Vorwurf, anrüchige oder gar illegale Hackermethoden zu lehren, begegnet man in der Fachwelt mit dem Argument, dass es für die Ausbildung exzellenter IT-Sicherheitsexperten unverzichtbar sei, sich auch in die Situation des Angreifers versetzen zu können, da es in jedem System Lücken gebe. Hauptziel der Lehre bleibe aber die Defensive.

Quelle: "TU intern", 11/2009

Virtuelles Kuhtreiben

Sehr erfolgreich waren in einem Wettbewerb in der virtuellen Welt auch gleich zwei TU-Mannschaften aus dem DAI-Labor im Fachgebiet Agententechnologien in betrieblichen Anwendungen und der Telekommunikation (AOT) unter Leitung von Prof. Dr. Sahin Albayrak. Im "Multi Agent Contest" siegte das Team "JIAC V". Das Team "microJIAC", dessen Agenten-Version von einem Studenten aus dem Lehrprojekt "Service Engineering mit Agenten" programmiert worden war, landete auf einem zufriedenstellenden 6. Platz. Auch im letzten Jahr waren die Teilnehmer aus dem DAI-Labor in diesem Wettkampf, der zum Ziel hat, neue Agententechnologien, -plattformen und -werkzeuge zu entwickeln und zu testen, bereits Sieger. Insgesamt gingen bei dem virtuellen Kuhtreiben acht Mannschaften aus verschiedenen Ländern an den Start. Der diesjährige Sieg des JIAC-Teams ist der dritte Sieg in Folge, ein Beweis für die hohe Qualität des am DAI-Labor entwickelten Agenten-Frameworks JIAC.

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