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TU Berlin

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Studium & Lehre

Kein Pardon für die S-Bahn

Montag, 12. Oktober 2009

Wie Studierende mit dem Schienen-Chaos zurechtkommen

Besonders betroffen von dem langen Ausfall und den noch weit in die Zukunft reichenden Einschränkungen bei der Berliner S-Bahn, einem der wichtigsten Verkehrsmittel der Stadt, sind auch die Mitglieder der Universitäten. In einer Stadt wie Berlin mit weit über 100000 Studierenden machen diese einen erheblichen Teil der Klientel für öffentliche Verkehrsmittel aus. Nach stadtweiten Protesten sowie einem offenen Brief der Studierendenvertretungen Berlins und Potsdams mit Forderungen an die S-Bahn hat diese nun angekündigt, auch die Studierenden entschädigen zu wollen. Dennoch, Ivo Unruh vom Fachausschuss Verkehr und Semesterticket der TU Berlin kündigte an: "Die zurück- und vor uns liegenden Monate werden auf jeden Fall Einfluss auf die kommenden Vertragsverhandlungen zum Semesterticket haben." Wie kommen nun die Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit der Situation zurecht?

Niklas Menzel studiert Mathematik im 5. Semester

Niklas Menzel
Niklas Menzel
Lupe

Ich habe zurzeit kein Problem mit der S-Bahn-Situation, weil ich mit dem Auto fahre und auch gar nicht weit weg wohne. Wenn ich öffentliche Verkehrsmittel nutze, sind es meist U Bahn und Bus. Das Problem entsteht abends, wenn man mal weggehen will und manche Orte eben am besten mit der S-Bahn erreichbar sind. Eine Teilrückzahlung wäre natürlich schön. Den ganzen Betrag zurückzufordern halte ich allerdings nicht für angemessen.

Luca Baude studiert Kulturwissenschaft im 2. Semester an der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder

Luca Baude
Luca Baude
Lupe

Ich finde das Verhalten der S-Bahn-Oberen unerhört und sie sollten dafür zur Verantwortung gezogen werden. Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands und die wird plötzlich einfach lahmgelegt über Wochen. Das kann einfach nicht sein. Mich wundert auch, dass man im Sommer schon alles lahmgelegt hat, um die Räder zu überprüfen und dann nicht auf die Idee kam, die Bremsen gleich mit abzuchecken, so- dass man wieder ganz von vorn anfangen musste. Man fühlt sich regelrecht auf den Arm genommen. Ich studiere in Frankfurt/Oder und wohne in Berlin. Jetzt muss ich mit dem Fahrrad zum Zoo fahren und dann mit dem Regio, der supervoll ist, was sehr anstrengend und unpraktisch ist und außerdem Zeit kostet.

Hoa-Ting Huynh studiert Wirtschaftsmathematik im 5. Semester

Hoa-Ting Huynh
Hoa-Ting Huynh
Lupe

Ich selbst komme ganz gut zurecht, weil ich nicht weit weg wohne und sowieso immer mit dem Fahrrad fahre. Allerdings, wenn man abends und am Wochenende irgendwohin will zum Feiern, gibt es schon Schwierigkeiten. Aber immerhin hat man da ja auch mehr Zeit.

Jesse Smith studiert Physik im 1. Semester

Jesse Smith
Lupe

Im Moment fahren Stadtbahn und Ringbahn ja wieder. Die Züge sind zwar kürzer und die Intervalle länger, aber immerhin: Man kommt voran. Ich finde die Rückzahlungsforderungen deshalb total überzogen. Der Großteil der Ausfälle war ja während der Semesterferien.

Sophie Pénisson ist Doktorandin in der International Research Training Group (IRTG) Mathematik

Sophie Pénisson
Lupe

Ich wohne nicht sehr weit weg von der Uni und fahre meistens mit dem Fahrrad. Wenn ich weiter weg muss, fahre ich U Bahn oder arrangiere mich irgendwie durch die Mitnahme meines Fahrrades.

Andrej Struzyk studiert Psychologie im 8. Semester

Andrej Struzyk
Lupe

Ich würde die Rückzahlungsforderung des AStA unterstützen. Es ist wichtig, deutlich zu machen, dass man die Politik der S-Bahn nicht klaglos hinnimmt: Sparmaßnahmen zu ergreifen auf Kosten der Kunden, auch auf Kosten der Sicherheit vieler Menschen, die Infrastruktur für die Bevölkerung einzusparen und damit der Deutschen Bahn ihren Börsengang zu ermöglichen, ist unerhört. Ich persönlich bin zwar ein gelassener Mensch und richte mich entsprechend ein. Ich fahre mit dem Fahrrad oder der U Bahn. Das heißt aber nicht, dass ich das Gesamtvorgehen nicht auch kritisiere.

Ute Feldmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Philosophie

Ich fahre mit meinen Kindern, ein Jahr und fünf Jahre alt, eine andere Strecke als sonst, nämlich mit der U Bahn. Der Weg ist dadurch aber um rund 20 Minuten länger, was natürlich auch Auswirkungen auf das gesamte Familienleben hat. Die Kinder müssen früher fertig gemacht werden, als ihr gewohnter Rhythmus es erlaubt, denn die Termine, die man hat, bleiben ja bestehen. Ich finde es ganz richtig, dass man Geld zurückbekommt, denn den bezahlten Service bekommt man nicht. Andersherum sind die mit ihren Forderungen schließlich auch schnell bei der Hand: Wenn man seine Karte mal vergisst, gibt es ja auch kein Pardon.

Quelle: "TU intern", 10/2009

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