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TU Berlin

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Studium & Lehre

Gemeinsamer Protest

Donnerstag, 16. Juli 2009

Wie Studierende die Streikwoche erlebt haben

Eine ganze Woche streikten und protestierten im Juni bundesweit Schülerinnen, Schüler und Studierende für Verbesserungen in der Bildung. Es ging nicht nur um Finanzen, es ging auch um bessere Bedingungen in den Massenuniversitäten, es ging um die Befreiung von Zeit- und Konkurrenzdruck, um Bildungsgerechtigkeit, um den Wunsch nach Überarbeitung der Curricula der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge, die vielerorts, nach Ansicht von Studierenden und auch einiger Bildungsexperten, zu wenig Freiraum für das Experimentieren, Ausprobieren und das selbstbestimmte Lernen lassen. Soziologen sahen in den Aktionen bereits eine "Repolitisierung der Jugend", eine neue Welle der Studierendenproteste, in einer Reihe mit dem Beginn der Revolten der 68er-Generation.
TU intern wollte von den Studierenden auf dem TU-Campus wissen, was die Aktionen für sie gebracht haben.

Meriem Azak studiert Betriebswirtschaftslehre im 10. Semester

Ich komme aus Frankreich von der École Supérieure de Commerce de Paris und mache ein Doppeldiplom hier. Leider bin ich noch nicht lange genug in Berlin, um die Situation beurteilen zu können. Ich habe aber schon bemerkt, dass hier eine Aufbruchstimmung unter den jungen Leuten herrscht, und ich wünsche ihnen, dass sie etwas für die Bildung in Deutschland erreichen.

Janine Librentz studiert Kultur & Technik mit Kernfach Kunstwissenschaft im 6. Semester

Janine Librentz
Lupe

Ich habe gelesen, dass der Bachelor an der HU überarbeitet werden soll. Ich weiß noch nicht, wie es hier ist. Ich fand aber insgesamt die Masse an Leuten imposant, die sich beteiligt hat. Ich war auch auf der großen Demo in Mitte. Es war schön, zu sehen, dass auch Schüler und Lehrer gemeinsam protestierten.

Jens Pfeiffer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Prozess- und Verfahrenstechnik

Jens Pfeiffer
Jens Pfeiffer
Lupe

Ich habe selbst an der TU Berlin Maschinenbau studiert und weiß deshalb aus der Perspektive beider Seiten um die Situation von Studierenden und Lehrenden. Die Streikwoche hat zumindest mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Problematik gebracht, die mit der Bachelor- und Masterumstellung einhergeht. Es ist auch, denke ich, klar geworden, dass die Uni noch mal genauer hinschauen muss, welche Details bei den Curricula wirklich sinnvoll sind.

Jessica Brisch, Abiturientin

Jessica Brisch
Jessica Brisch
Lupe

Ich möchte gern Chemie oder Biophysik an der TU Berlin studieren. Deshalb finde ich es sehr wichtig, dass endlich mal etwas getan wird und dass auf die Probleme öffentlich aufmerksam gemacht wird. Für mich ist es besonders wichtig, weil ja auch die zukünftigen Studierenden von Kürzungsmaßnahmen betroffen sind. Die Studierenden, die ich kenne, reden eigentlich nicht so häufig über problematische Situationen an der Uni. Das wird entweder unterdrückt oder mit einer Art schwarzem Humor hingenommen.

Florian E., studiert Informatik im 4. Fachsemester

Florian E.
Florian E.
Lupe

Es ist traurig, dass so ein starker Druck notwendig ist, um überhaupt nur den Status quo zu erhalten. Von Verbesserungen ist dabei noch gar keine Rede. Es wird sicher noch schlechter werden. Ich weiß nicht, ob die Politiker in ausreichendem Maße aufgerüttelt wurden. Ich vermute aber, dass es aufgrund der Streiks am ehesten noch Veränderungen in den Curricula geben wird. Immerhin hat die Streikwoche viele Leute zu politischem Handeln aktiviert. Bei den Treffen der Studierendengruppen sowohl hier im Café EB 104 als auch in der Villa BEL sind plötzlich viele neue Gesichter aufgetaucht.

Quelle: "TU intern", 7/2009

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