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TU Berlin

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Studium & Lehre

Bauen mit Recyclingholz in Thailand

Mittwoch, 17. Juni 2009

Nachhaltige Entwicklung eines Wasserdorfes - Studentenprojekt in Thailand von der UNESCO ausgezeichnet

die neuen, von den Studierenden gebauten Pavillons am Mae-Klong-Fluss
Zu allen Tages- und Abendzeiten werden die neuen, von den Studierenden gebauten Pavillons am Mae-Klong-Fluss zum Essen, Entspannen und Angeln von der Bevölkerung genutzt
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Architekturstudierende der TU-Berlin, der Tianjin University China und der Chulalongkorn University Thailand haben ihre Planungen für "Sala"-Gemeinschaftspavillons in einem kleinen thailändischen Dorf realisiert. Dieses Kooperationsprojekt ist Teil der Reihe internationaler Praxisprojekte "Studierende bauen in …" am TU-Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie von Professor Rainer Mertes. Dr.-Ing. Marcus Hackel leitete in seiner parallelen Funktion als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin und Gastprofessor an der Tianjin University die Planungen und die Baudurchführung in Thailand.

Das Projekt wurde nun im Rahmen des "Thailand Cultural Environment Project of Amphawa" mit der Honourable Mention der UNESCO-“Asia-Pacific Awards for Culture Heritage Conservation“ ausgezeichnet.

Das "Wasserdorf" Amphawa liegt im fruchtbaren Schwemmland Zentralthailands rund 80 Kilometer westlich von Bangkok. Es entwickelte sich beidseitig des Amphawa-Kanals, der gleichzeitig als "Hauptstraße" dient. Nahe der Einmündung dieses Kanals in den Mae-Klong-Fluss findet in alter Tradition regelmäßig ein "Schwimmender Markt" statt. Im Jahr 2000 bestand das Dorf weitestgehend aus verfallenden, teilweise verlassenen Holzhäusern. Im Jahr 2003 initiierte die Chulalongkorn University in Bangkok die Sanierung des Dorfes und die Wiederbelebung traditioneller Wohn- und Handelsformen.

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Sala-Pavillons sind offene Bauten, die durch große Schatten spendende beziehungsweise gegen Regen schützende Dächer geprägt sind. In der auf Gemeinschaft ausgerichteten thailändischen Gesellschaft dienen sie als Treffpunkt oder zur Entspannung außerhalb der individuellen privaten Wohnung. Der durchlüftete, verschattete, offene Raum bietet ein optimales Klima ohne energieverbrauchende künstliche Klimatisierung. Die traditionelle Bauform der thailändischen Salas steht somit idealtypisch für ein klimagerechtes ökologisches Architekturkonzept.

Der Standort der Projekte auf Stegen im Mae-Klong-Fluss hat sich klimatisch als besonders geeignet bewährt. An einer größeren offenen Wasserfläche gelegen, ist wegen der Nähe zum offenen Meer ein kontinuierlicher Wind unter den Pavillons erlebbar, der wie eine natürliche Klimatisierung den Aufenthalt angenehm werden lässt.

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Zur Gestaltfindung wurden an allen drei beteiligten Partneruniversitäten durch die Studierenden Entwürfe für die Sala-Pavillons entwickelt, aus denen in einem zweistufigen öffentlichen Beteiligungsverfahren in Amphawa zwei zu realisierende Konzepte ausgewählt wurden. Diese Planungen wurden bis zur Baureife fortgeschrieben und schließlich von den Studierenden und Lehrenden gemeinsam vor Ort realisiert. Die Verwendung recycelten Bauholzes dabei war ein Signal gegen die fortschreitende Abholzung der letzten Wälder Südostasiens und wies nach, dass daraus auch Gebäude mit größeren Abmessungen als die recycelten Vorgängerbauten errichtet werden können. Die Pavillons wurden von der lokalen Bevölkerung sehr positiv angenommen. Sie werden zu allen Tages- und Abendzeiten genutzt zum Entspannen, Essen und Angeln und helfen so, das kulturelle Erbe zu bewahren. Die populärste Daily Soap Thailands wählte die "Deutsche Sala" sogar als Drehort für eine ihrer Episoden.

tui / Quelle: "TU intern", 6/2009

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