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TU Berlin

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Studium & Lehre

Straßenbahn nach Steglitz rechnet sich

Montag, 18. Mai 2009

Machbarkeitsstudie von Studierenden der TU Berlin

Beispiel eines Rasengleises in Berlin
Beispiel eines Rasengleises in Berlin
Lupe

Der B1-Korridor zwischen den Berliner Haltestellen "Rathaus Steglitz" und "Alexanderplatz" ist mit bis zu 55 000 Kraftfahrzeugen am Tag einer der am stärksten belasteten Straßenzüge der Hauptstadt. Feinstaub- und Lärmgrenzwerte werden permanent überschritten. Das bestehende Busangebot ist durch Staus extrem unzuverlässig. Dass trotzdem so viele Fahrgäste die Linien nutzen, sei ein Beleg dafür, dass durch die heutige Situation erhebliche Fahrgastpotenziale ungenutzt sind, stellt eine Studie aus dem TU-Institut für Stadt- und Regionalplanung fest. Diese von Studierenden unter Leitung von Professor Elke Pahl-Weber entstandene Machbarkeitsstudie belegt, dass eine Straßenbahnverbindung auf dieser Strecke sehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Sie würde das Nahverkehrsnetz Berlins wirksam unterstützen sowie die Stadtquartiere entlang der Strecke aufwerten.

Die Ergebnisse der Studie stießen bereits in der Fachöffentlichkeit auf großes Interesse und wurden in der Berliner Landes- und Bezirkspolitik diskutiert.

Die vorgeschlagene Verlängerung der Metro-Tram-Linie M4 über den Alexanderplatz hinaus zum Rathaus Steglitz böte eine bislang fehlende, attraktive Radialverbindung vom Nordosten in den Südwesten der Stadt. Mit einem an der bestehenden Linie M4 orientierten 3,3-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten. 31 Minuten würde die Bahn für die 10,6 Kilometer lange Strecke benötigen, 24 Prozent weniger Zeit als die Buslinie M48, die 41 Minuten braucht. Bei Staus und langen Fahrgastwechseln dauert die Reise mit dem Bus sogar bis zu 60 Minuten. Eine Verkehrsprognose auf der Grundlage des Betriebskonzepts für die M4 zeigt, dass täglich bis zu 148000 Fahrgäste die verlängerte M4 nutzen würden, ähnlich viele wie einige U-Bahn-Linien in Berlin. Das gesamte Berliner Nahverkehrsnetz würde über 2,5 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr gewinnen, die BVG mehr als 4,2 Millionen Euro zusätzlich erwirtschaften. Die Baukosten von geschätzten 168 Millionen Euro würden durch eine Bundesmittelförderung um 89 Millionen Euro sinken.

Neben den verkehrlichen, ökologischen und ökonomischen Vorzügen könnte eine Straßenbahnplanung als Vehikel der Stadterneuerung insbesondere in den sozial schwächeren Quartieren im Schöneberger Norden genutzt werden.

Dazu sieht die Studie eine umfassende Umgestaltung und Neuorganisation des Straßenraumes im Korridor vor, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, die Verkehrsbelastung zu reduzieren und auch den Rad- und Fußverkehr zu stärken.

tui / Quelle: "TU intern", 5/2009

Die Studie ist erschienen in der Grauen Reihe des Instituts für Stadt- und Regionalplanung, Heft 20, Berlin 2009,
ISBN 978-3-7983-2117-5, und ist ebenfalls als Download erhältlich.
www.isr.tu-berlin.de/grauereihe
www.busersatzverkehr.de

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