TU Berlin

TUB-newsportaltui0509: Die Engel von Sankt Nikolai

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

Studium & Lehre

Die Engel von Sankt Nikolai

Montag, 18. Mai 2009

"bühnenbild"-Studierende gestalten Stadträume in Berlin und Paris

Schwebende Engel im Altarraum
Schwebende Engel im Altarraum: Studentin des Studiengangs "Bühnenbild_Szenischer Raum" und Preisträgerin Lydia Merkel mit dem Modell für ihren Entwurf
Lupe

Engelsgestalten sind seit dem Mittelalter aus christlichen Kirchen- und Altarräumen nicht mehr wegzudenken. Viele Kirchen besitzen wertvolle Skulpturen von hohem künstlerischem und kulturhistorischem Wert. Nicht ganz unwichtig für die Atmosphäre, die sie verbreiten, ist ihre Anordnung im Kirchenraum. Dieses Thema bearbeiteten von Dezember 2008 bis Februar 2009 acht Studierende des Masterstudiengangs "Bühnenbild_Szenischer Raum" in ihrem Realisierungsprojekt. Im Februar wurden die besten Arbeiten prämiert, im Mai in der Nikolaikirche erstmals öffentlich vorgestellt.

"Aufgabenstellung war eine szenische Engelinstallation in der Berliner Nikolaikirche", erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Franziska Ritter. Sie ist Koordinatorin des Studiengangs und hatte zusammen mit Andreas Voigt dieses Projekt betreut. "Im Altarraum der Nikolaikirche waren zwölf lebensgroße Engel beziehungsweise allegorische Figuren des ehemaligen barocken Hochaltars permanent und zeitgemäß zu inszenieren." Die museale Bespielbarkeit und Transparenz des Kirchenraums sollten dabei Teil der Überlegungen sein. Wichtig ist für die angehenden Bühnenbildnerinnen und Gestalter auch ein realistisches Einschätzen von Aufwand und Wirkung der Inszenierung. Kooperationspartner dieses Projekts war die Stiftung Stadtmuseum Berlin. Deren Generaldirektorin Dr. Franziska Nentwig saß nun auch der Jury vor, die sich für zwei zweite Preise an die Studentinnen Lydia Merkel und Hanne Loosen sowie einen Sonderpreis an Susanne Ruppert entschieden hatte.

Lupe

In einem weiteren Realisierungsprojekt entwickelte der Studiengang im Auftrag des Berliner Revuetheaters "Friedrichstadtpalast" zum dritten Mal ein Bühnenbild. Nach den Inszenierungen "Der Zauberer von Camelot" und "Münchhausen Junior" zielte dieses Projekt auf die neue Kinderrevue "Schneekönigin" nach dem Märchen von Hans Christian Andersen. Ende Februar 2009 wurden hier vier Preisträger durch eine externe Jury prämiert und der Entwurf von Kaspar Hässig zur Realisierung ausgewählt. In den nächsten Monaten wird er unter Mentorenschaft der Studiengangsleiterin und Projektbetreuerin Prof. Kerstin Laube seinen Entwurf am Friedrichstadtpalast Berlin umsetzen. Premiere ist am 15. November 2009.

Das kommende Semester steht im Zeichen des Stadtladen-Projekts im Rahmen der Hauptstadtkampagne "beBerlin". Doch es wird auch über Berlin hinausgehen: Sechs Studierende werden, betreut von dem französischen Künstler Stefan Shankland und der Studiengangsleiterin Professor Kerstin Laube, nach Paris reisen und dort ein Projekt realisieren. Im Fokus steht dabei der öffentliche Raum. Konkret geht es um das Wahrnehmen und Dokumentieren von Transformationsprozessen in den Banlieus, den Außenbezirken der französischen Hauptstadt. Die Ergebnisse werden im Oktober 2009 in zwei Ausstellungen in Paris gezeigt.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 5/2009

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe