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TU Berlin

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Start ins Wintersemester

Wie bei einer Brausetablette

Montag, 12. Oktober 2009

Zweiter Platz für TU-Studierende beim ChemCar-Wettbewerb

Mathias Musch legt letzte Hand an das "AuTU"
Mathias Musch legt letzte Hand an das "AuTU"
Lupe

Besonders spannend wurde es in diesem Jahr beim "ChemCar"-Autorennen Anfang September in Mannheim, bei dem Studierendengruppen von verschiedenen Hochschulen mit ihren selbst entwickelten, schuhkartongroßen Autos gegeneinander antraten. Denn erstmalig waren Elektromotoren als Antrieb verboten, um innovative Konzepte in der Antriebstechnik und -chemie zu fördern. Mit "AuTU", dem Fahrzeug eines interdisziplinären Studierendenteams der Technischen Universität Berlin, das bei diesem Wettbewerb antrat, fuhren die TU-Studierenden auf den zweiten Platz.

In diesem Wettstreit für junge Chemiker und Verfahrenstechniker können Studierende der TU Berlin bereits auf mehrere Erfolge zurückblicken. Sie nahmen schon zum dritten Mal teil und landeten jeweils auf vorderen Plätzen.

"Unser AuTU fährt mit einem Hubkolbenmotor, der durch Kohlenstoffdioxid angetrieben wird", erklärt Mathias Musch, einer der studentischen Tüftler. "Dieses wird bei der Zersetzung von Natriumhydrogencarbonat durch Salzsäure erzeugt. Die Reaktion ist vergleichbar mit dem Auflösen einer Brausetablette. Das Gas, das in drei Messingzylinder mit einem Gesamthubraum von 7,2 Kubikzentimetern geleitet wird, erzeugt einen Druck von etwa zwei Bar. Die Kolben sind mit einer Kurbelwelle verbunden, die über eine Untersetzung die Räder antreibt." Besonders schwierig ist es unter anderem, genau die Menge an Chemikalien zu berechnen, die das Auto für bestimmte, festgelegte Strecken verbraucht.

Der ChemCar-Wettbewerb unter dem Dach der DECHEMA Gesellschaft für chemische Technik und Biotechnologie e.V. soll nicht nur Spaß am praktischen wissenschaftlichen Arbeiten vermitteln und die Team- und Projektarbeit an den Hochschulen fördern. Er bietet auch die Gelegenheit, den "alten Hasen" der Branche zu zeigen, welche frischen und kreativen Ideen von der neuen Generation erdacht, geplant und umgesetzt werden. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, den "Autoantrieb der Zukunft" zu erfinden, sondern darum, die vielfältigen Möglichkeiten der Chemie und der Verfahrenstechnik intelligent für einen Fahrzeugantrieb einzusetzen. In das Ergebnis fließen neben der Leistung im praktischen Teil auch das Konzept und die Präsentation mit ein. An dem Wettbewerb nahmen dieses Jahr sieben Hochschulen teil. Sieger wurde das Team der TU Dortmund. Den dritten Platz belegte die RWTH Aachen.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2009

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