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TU Berlin

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Start ins Wintersemester

Qualität in Wissenschaft und Praxis

Montag, 12. Oktober 2009

Auch nach der erfolgreichen Akkreditierung muss der renommierte Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen nach neuen Qualitätsstandards streben

Mit 2500 Studierenden ist das Studienprogramm Wirtschaftsingenieurwesen das zahlenmäßig stärkste und zudem eines der renommiertesten der TU Berlin. Es wurde im April 2009 erfolgreich durch die Agentur ASIIN akkreditiert. "Damit ist zwar die Erfüllung von qualitativen Mindeststandards bewiesen und ein Mithalten im nationalen und internationalen Wettbewerb garantiert. Im Wettbewerb um Studierende und die Qualität der Abschlüsse braucht es jedoch noch weiteres Engagement", fordert Prof. Dr.-Ing. Helmut Baumgarten. Das Streben nach neuen Qualitätsstandards und die Sicherung und kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Lehre seien notwendig. Der ehemalige Logistik-Professor der TU Berlin war Leiter des Akkreditierungsprozesses und mitverantwortlich für die erfolgreiche Entwicklung dieses Studiengangs. Er wird seit 2007 als Bachelorstudium angeboten mit jährlich 360 Neuzugängen und derzeit 1100 Studierenden. In diesem Wintersemester startet das erste Masterstudium.

Mit der Bologna-Reform strebten viele neue Fachgebiete in das Wirtschaftsingenieurstudium, was das Angebot an Studienrichtungen verbreitert. "Doch Masse ist nicht gleich Klasse", warnt Baumgarten. "Es müssen höchste Qualitätsstandards eingehalten werden, und da besteht großer Nachholbedarf, wie die jüngste Evaluierung gezeigt hat."

100 Professoren aus sechs Fakultäten seien inzwischen an dem multidisziplinären Studienprogramm beteiligt. Das mache die Koordination und Absprache zwischen den Lehrenden ungemein schwierig. Diese seien aber notwendig, um Doppelungen oder gar Wissensdefizite in der Lehre zu vermeiden. Dergleichen würde sich nicht nur auf die Studierenden auswirken, sondern auch auf die Reputation der Universität, deren Ziel in jedem Fall eine qualitativ hochwertige Ausbildung bleiben müsse. "Natürlich hängt die Qualität der Lehre ganz entscheidend von den Lehrenden ab, von denen leider nicht jeder zum Lehren geboren ist", sagt Helmut Baumgarten. Das im Sommersemester 2009 durchgeführte Ranking von Lehrveranstaltungen belege dies eindeutig. Dennoch zeigten Umfrageergebnisse wie die der Zeitschrift "Wirtschaftswoche", in welcher Personalchefs die Wirtschaftsingenieure der TU Berlin auf den ersten Plätzen sehen, dass Fachwissen und Soft Skills offenbar sehr wohl erfolgreich vermittelt werden und für die Arbeitgeber sichtbar werden können. Diese Art der Profilbildung sei sehr wichtig nach der "Quasi-Gleichsetzung" von Fachhochschulen und Universitäten. "Die Bewertung ist erfreulich, dennoch gibt es eine Diskrepanz zwischen der externen, positiven Wahrnehmung und dem internen, teils negativen Stimmungsbild der Studierenden, wie das CHE-Ranking und eine im Sommersemester 2008 durchgeführte Studiengangsevaluation belegen." In der letzteren hatten 330 Diplom- und Bachelorstudierende ihren Studiengang mit einer Gesamtnote von 2,45 nur durchschnittlich bewertet. Defizite sahen sie in der Prüfungsorganisation, in der Qualität der Lehre, in Abstimmungsprozessen, bei Beratung und Präsenz.
"Natürlich muss man auch von den Studierenden eine Mitverantwortung erwarten", so der ehemalige Leiter des Akkreditierungsprozesses, "auch sie müssen sich im Management ihres Studiums und im Engagement den Qualitätsansprüchen anpassen." Die derzeitige Übergangsregelung zum Masterstudium macht es ihnen in Zukunft allerdings nicht leichter. Nur für 70 Prozent von ihnen, so die derzeitige Quotierung, reichen die Aufnahmekapazitäten. Dabei konkurrieren sie zusätzlich noch mit Bachelorabsolventen aus anderen Universitäten und Fachhochschulen. Aus eigener Erfahrung weiß Helmut Baumgarten, welch schwere Bürde die Verantwortlichen für das Studienprogramm in der Gemeinsamen Kommission für das Studium Wirtschaftsingenieurwesen (GKWi) tragen. Doch er macht seinen Nachfolgern Mut: "Das Ziel muss sein, auch für die Universitäten selbst, die neuen Qualitätsstandards zu garantieren, so- dass die Ausbildung zum Master of Science im Wirtschaftsingenieurwesen auch künftig den hohen Ansprüchen von Wissenschaft und Praxis gerecht wird."

tui / Quelle: "TU intern", 10/2009

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