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Lehre & Studium

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Dienstag, 07. April 2009

Berliner Studierende geben ehrenamtlich Nachhilfe in Kinderheimen

Private und vertrauensvolle Atmosphäre
Private und vertrauensvolle Atmosphäre: Thordis Kombrink mit ihrem Nachhilfeschüler aus dem Kinderheim “Maria Schutz“ in Wilmersdorf
Lupe

Mit Pädagogik haben die Berliner Studierenden Thordis Kombrink und Philipp von Falkenhausen eigentlich wenig am Hut. Doch im vergangenen Sommer berichtete ein Zeitungsartikel über die "Studenteninitiative für Kinder", die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern und Jugendlichen, die in Kinderheimen leben, kostenlos Nachhilfe zu geben. Sie wussten sofort: Das muss es auch in Berlin geben!

Bereits 2005 begann die "Studenteninitiative für Kinder" im süddeutschen Raum, Kinder schulisch zu unterstützen. Die Bildungssituation dieser Kinder ist oft problematisch, da der Staat nur sehr begrenzte Mittel für Förderung außerhalb der Schule zur Verfügung stellt. An dieser Stelle können besonders Studierende gut helfen. Alles, was sie dazu brauchen, ist eine Stunde Zeit pro Woche. Mittlerweile ist diese Initiative in 16 deutschen Städten tätig, etwa 1000 Studierende geben jede Woche Nachhilfe.

"Über die Berliner Jugendämter konnten wir erste Kinderheime ansprechen. Die Heimleiter empfingen uns mit offenen Armen, unser Konzept kam sofort an", berichtet Thordis Kombrink. Innerhalb kurzer Zeit hatte die 23-jährige Betriebswirtschaftsstudentin eine Zusammenarbeit mit den ersten Heimen aufgebaut und begann im September selbst Nachhilfe zu geben. Schnell wurde ihr bewusst, wie sehr die Kinder von der Nachhilfe profitieren.

Die Nachhilfe erfolgt grundsätzlich als Einzelunterricht, dadurch entwickelt sich ein enger Kontakt zwischen der Schülerin oder dem Schüler und der studentischen Nachhilfekraft. Die Fächer und die Zeiten vereinbaren die Studierenden dabei individuell. Das Konzept der Initiative sieht eine Stunde pro Woche vor. "Durch die kontinuierliche Ansprache und Begleitung durch die Studierenden gewinnt der Schüler langfristig an Lernmotivation und steigert seine schulischen Leistungen", sagt Philipp von Falkenhausen. Philipp studiert Mathematik an der TU Berlin und betreut seit November einen 14-jährigen Jungen. "Gerade durch den geringen Altersunterschied gewinnt man schnell Vertrauen und kann die Schüler ganz anders ansprechen, als es Lehrern in der Schule möglich ist", hat er festgestellt. Wegen des ehrenamtlichen Charakters wissen die Schülerinnen und Schüler das Engagement zu schätzen und gehen motiviert in den Unterricht.

Die Initiative spricht Studierende aller Berliner Hochschulen an. "Die Idee, bereits mit einer Stunde pro Woche viel Sinnvolles erreichen zu können, spricht doch schon für sich", sagt Thordis. "Außerdem gewinnen die Studierenden durch die Herausforderungen des Nachhilfeunterrichts Erfahrungen, die auch im beruflichen Alltag nicht schaden." Mittlerweile sind in Berlin bereits zehn motivierte Studierende zusammengekommen. Thordis und Philipp hoffen nun auf weitere Interessenten, die Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben. Denn eins ist klar: Der Bedarf ist immens.

tui / Quelle: "TU intern", 4/2009

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