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TU Berlin

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Lehre & Studium

Dem deutschen Volke

Montag, 09. Februar 2009

Querschnittsmodell schließt Modell-Trilogie "Reichstag für Blinde" ab

Burkhard Lüdtke und Gerda Hasselfeldt mit einem Fassadendetail
Burkhard Lüdtke und Gerda Hasselfeldt mit einem Fassadendetail
Lupe

Vor rund fünf Jahren wurde Burkhard Lüdtke, der an der TU Berlin am Institut für Architektur Modellbau lehrt, vom Bundestag gebeten, per Tastmodell den Reichstag für blinde Menschen erfahrbar zu machen. Mit großem Eifer machten sich daraufhin der Modellbau-Experte und seine Studierenden daran, ein Modell des Reichstagsgebäudes zu entwerfen. Vorbilder gab es kaum. Viele Modelle bestehen aus Bronze, sodass ein Eindruck vom Material völlig fehlt. Lüdtke und seine Studierenden erfanden daher ein spezielles Material, das den Nichtsehenden auch einen Eindruck von der Sandsteinfassade gibt, und bezogen Blindenverbände in die Arbeit ein. Im März 2007 konnte das 1,5 Quadratmeter große Modell schließlich übergeben werden und ist seitdem als "Reichstag im Reichstag" ausgestellt. Danach entstand außerdem noch ein "Umgebungsplan" als Tastmodell, um den nicht sehenden Besuchern einen Eindruck zu geben, wie das historische Gebäude in seine Umgebung eingebettet ist. Zum Abschluss der Modell-Trilogie konnte Burkhardt Lüdtke dem Bundestag nun noch das Modell des Querschnitts durch das Gebäude überreichen, das mit Säulen, Stufen und Gängen insbesondere einen Eindruck vom Plenarsaal vermittelt. Alle drei Modelle - in den Jahren haben etwa 250 Studierende daran mitgearbeitet - sind nun als Dauerausstellung im Wandelgang der Plenarsaalebene zu besichtigen und zu "begreifen", was auch für Sehende interessant ist. Zur Erinnerung an die Zusammenarbeit mit der TU Berlin bekam Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt schließlich noch ein besonderes Präsent für ihr Büro: ein gerahmter Ausschnitt der Reichtagsfassade. Ein eingebauter Bewegungsmelder lässt beim Betreten des Büros die Inschrift "Dem deutschen Volke" aufleuchten und erinnert die Besitzerin, für wen sie täglich arbeitet. Das Geschenk gefiel so gut, dass sofort einige weitere Exemplare davon geordert wurden, die an Volksvertreter weiterverschenkt werden sollen …

pp / Quelle: "TU intern", 2/2009

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