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TU Berlin

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Lehre & Studium

Das Aphrodisiakum des Architekten

Montag, 09. Februar 2009

Kurzfilm von Studierenden gewinnt "Creative Award"

Die Macher und ihr Film: Benjamin Koziczinski, Martin Schmitt und Ken Beheim-Schwarzbach (v.l.)
Die Macher und ihr Film: Benjamin Koziczinski, Martin Schmitt und Ken Beheim-Schwarzbach (v.l.)
Lupe

Als kreative Gestalter von Bauwerken liegt für Architekten der Erfolg oft im Detail. Deswegen suchen sie ständig nach Details, die den Gesamtentwurf zum Erfolg führen. "Detailliebe" haben deswegen die Architekturstudierenden Ken Beheim-Schwarzbach, Benjamin Koziczinski sowie Martin Schmitt, ein Musikvideoregisseur, der in der Musik- und Werbebranche arbeitet, ihren Kurzfilm genannt. Dafür wurde ihnen der mit 5000 Euro dotierte "Detail Creative Award" im Rahmen des "animago Award 2008" zuerkannt. Dieser Sonderpreis wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben. Er wird gesponsert von dem Architekturportal „Detail.de“ der Architektur-Zeitschrift "DETAIL", die herausgegeben wird vom Institut für internationale Architektur Dokumentationen GmbH & Co. KG. Gesucht wurde der beste und witzigste 20-Sekunden-Spot zum Thema "Detail".

"Detailliebe in der Bauausführung ist das Aphrodisiakum des Architekten", so die Gewinner zu ihrem Film. Er ist einer Traumsequenz nachempfunden, die die Detailverliebtheit des Architekten zeigt. Er träumt von Formen und Materialien, schwebt im siebten Himmel und lässt sich sogar zu erotischen Fantasien verleiten. Doch dann folgt der Sturz in die harte Realität! Er wird krude konfrontiert mit den drastischen Auswirkungen kleiner und unzulänglicher Details und erkennt: Detaillierte und hinreichende Planungen sind die Grundlage allen erfolgreichen Schaffens. Die drei Freunde kennen sich aus der Arbeit im Büro des Architekten Diébédo Francis Kéré, TU-Absolvent und Gastdozent der TU Berlin, der 2005 für sein Projekt „Eine Schule für Gando“ mit einem der bedeutendsten Architekturpreise, dem „Aga Khan Award for Architecture", ausgezeichnet wurde. "Als Architekt wird man darauf getrimmt, auf das Detail zu achten“, sagt Benjamin Koziczinski, der derzeit bereits an seinem Diplom arbeitet, auf die Frage nach der Idee zu dem Film. "Das Planerische ist zwar enorm wichtig, aber auch die Haptik, das Sinnliche, alles, was man anfassen kann, sind herausragende Architekturelemente." Architekten könne man oft daran erkennen, dass sie in neuen Gebäuden erst mal Fugen und erhabene Reliefs oder Ähnliches anfassen. Daraus sei die Idee entstanden, diese Detailliebe im Film zum Materialfetischismus zu überhöhen. Gedreht wurde im Deutschen Historischen Museum von Leoh Ming Pei, beim Libeskindbau, am Potsdamer Platz und an anderen Plätzen. Damit haben die beiden zukünftigen Architekten mit ihrem neuen Netzwerk in der Werbe- und Filmbranche auch neue Ideen für die Zukunft: "In unserem Team hat es wunderbar geklappt. Wir könnten uns gut vorstellen, weitere Projekte in der Richtung zu machen."

Der Film ist auf der Homepage des Architekturportals zu sehen.

pp / Quelle: "TU intern", 2/2009

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