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TU Berlin

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Studienstart 2008

Sicher und umweltschonend - das Auto von morgen

Montag, 13. Oktober 2008

Wo Studierende echte Forschung erleben und dabei direkt in die Industrie hineinschnuppern können

Studentische Forschung am realen Objekt
Studentische Forschung am realen Objekt: Daimler-Manager Wilfried Enkelmann mit Thomas Hecker, Sebastian Schwardt, Nico Naumann (v. l.)
Lupe

Gerade erst hat Tobias Queck seine Diplomarbeit am Daimler Center for Automotive Information Technology Innovations (DCAITI) abgegeben, in dem seit 2006 Forscher der TU Berlin zusammen mit Daimler-Ingenieuren an Szenarien für das Auto von morgen arbeiten. Mit Unterstützung seines Betreuers Björn Schünemann vom TU-Fachgebiet Offene Kommunikationssysteme (OKS) der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik hat Tobias Queck ein neues Konzept für die realistische Simulation einer direkten Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation und darauf aufbauende Anwendungen entwickelt und realisiert.

Eine solche Anwendung warnt zum Beispiel vor dem Ende eines vorausliegenden Staus. Die Warnmeldung wird von den entgegenkommenden Fahrzeugen „Hop“ für „Hop“, von Fahrzeug zu Fahrzeug, zu den herannahenden Autos übertragen. Sie wird so schnell verteilt, dass die anderen Autofahrer früh reagieren und rechtzeitig die Geschwindigkeit verringern oder sogar mithilfe des Navigationssystems einer passenden Umfahrung folgen können. "Mit der neuen Simulationsumgebung können wir nun erstmals belegen, welchen Wert solche Anwendungen haben", erläutert Ilja Radusch, Wissenschaftler im Fachgebiet und verantwortlich für Forschungsprojekte mit Industriepartnern wie Daimler. Er konnte den größten deutschen und europäischen Automobilhersteller überzeugen, an der Weiterentwicklung des Konzepts mitzuarbeiten.

Mit dem Ergebnis sehr zufrieden sind auch Dr. Ralf Herrtwich, Direktor in der Daimler AG und Institutsleiter des DCAITI, und Dr. Wilfried Enkelmann, ebenfalls Daimler AG. Beide arbeiten gemeinsam an Forschungsprojekten des DCAITI mit der TU Berlin. Außerdem vermitteln sie jedes Semester das notwendige fachliche Basiswissen in den Vorlesungen "Informationstechnologie im Kraftfahrzeug" und "Fahrerassistenzsysteme". Und der Zulauf ist erheblich. Zum letzten Semesteranfang mussten spontan neue Räumlichkeiten im Hauptgebäude gesucht werden, denn der Ansturm war für die DCAITI-Räume in der vierten Etage des TU-Hochhauses am Ernst-Reuter-Platz, wo die Veranstaltungen eigentlich stattfinden, zu groß. "Die Studierenden sollen neben dem notwendigen Lehrstoff auch einen echten Einblick in unsere aktuelle Arbeit mitnehmen - die Welt der Forschung und Entwicklung in unserem Bereich ist unglaublich faszinierend und macht viel Spaß", erklärt Dr. Herrtwich, und man merkt ihm seine eigene Begeisterung an. Zuletzt erst hat er seine Studierenden die in der Vorlesung besprochenen Fahrzeugfunktionen an dem gerade erst eingetroffenen S-Klasse-Versuchsfahrzeug ausprobieren lassen.

Mehr als nur einen Einblick erhalten Studierende, die sich am DCAITI als wissenschaftliche Hilfskräfte engagieren. So hat etwa Sebastian Schwardt schon nach einer kurzen Einarbeitungszeit Verantwortung für einen kleinen Teil eines Forschungsprojekts übernommen und hilft, neue Anwendungen in das Versuchsfahrzeug zu integrieren. Im nächsten Semester können die neuen Studierenden vielleicht schon seine Ideen im Fahrzeug bewundern, hofft er. "Dabei geht es darum, aktuelle Daten wie Verkehrs- und Umweltinformationen in Echtzeit ins Auto zu übertragen und auszuwerten", erläutert Ilja Radusch. "Daraus werden konkrete Fahrempfehlungen für den Fahrer generiert, sodass dieser sicher, vorausschauend und umweltschonend fahren kann. Das ist eine völlig neue Dienstqualität." Diese Anwendungen bergen viel Potenzial für mehr Effizienz und Sicherheit im Straßenverkehr. Dafür wurde das Fachgebiet Offene Kommunikationssysteme (OKS) in dem internationalen Innovationswettbewerb "Network-of-Automotive-Excellence" sogar zum TOP-30-Preisträger für seine "Networked C2X Application" gekürt. Diese Anwendung zeigt, wie Sicherheit, Verkehrseffizienz und Komfort im Straßenverkehr erhöht werden können, wenn moderne Kommunikationstechnologie intelligent eingesetzt wird.

Florian Häusler, Anja Gersch, DCAITI / Quelle: "TU intern", 10/2008

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