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Studienstart 2008

Politik, Positionen, Projekte

Montag, 13. Oktober 2008

AStA-Vertreter Christian Meyer erklärt, wofür die Studierenden ihren AStA brauchen

Herr Meyer, sie studieren Soziologie auf Diplom im 9. Semester. Wie lange engagieren Sie sich schon im Allgemeinen Studierendenausschuss, im AStA?

Christian Meyer
Christian Meyer
Lupe

Ich bin seit Mai gewählter AStA-Referent, habe mich aber seit etwa Mitte letzten Jahres in der Oppositionsarbeit gegen den damaligen AStA eingebracht.

Können Sie kurz zusammenfassen, was der AStA eigentlich ist?

Bei der Immatrikulation wird jeder an der TU Berlin auch Mitglied in der Verfassten Studierendenschaft. Das ist eine eigene Teilkörperschaft des öffentlichen Rechts und verwaltet sich selbst, ist also gegenüber der Uni-Verwaltung autonom. Das Gremium, das die Entscheidungen trifft, ist das Studierendenparlament oder "StuPa". Es wählt sich eine Geschäftsführung, nämlich den Allgemeinen Studierendenausschuss, den AStA. Dieser vertritt also letztlich die hochschulpolitischen Interessen aller Studis und hat dafür laut Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) ein politisches Mandat.

Wofür wird der Solidarbeitrag von 5,81 Euro verwendet, der am Semesteranfang zusammen mit dem Semesterticket eingezogen wird?

Die Verwendung ergibt sich aus den gesetzlichen Zielen des AStA. Das sind: die Mitwirkung bei der sozialen und wirtschaftlichen Selbsthilfe der Studierenden, die Förderung der politischen Bildung der Studierenden im Bewusstsein der Verantwortung für die Gesellschaft, die Unterstützung kultureller und sportlicher Interessen der Studierenden sowie die Pflege der Verbindung mit Studierendenorganisationen an anderen Hochschulen.

Das klingt sehr theoretisch. Wie wird der AStA diesen Aufgaben gerecht?

Für die Aufteilung der Arbeit hat der AStA verschiedene Referate: Finanzen, Soziales, Öffentlichkeitsarbeit, Hochschulpolitik, Bildungspolitik, Kultur- und Gesellschaftskritik, Wissenschafts- und Technikkritik. Jedes hat eine Referentin oder einen Referenten, die oder der vom StuPA gewählt wird. Außerdem gibt es drei autonome Referate: "AusländerInnen", "Frauen", "Lesben/Schwule/Bi- und Transsexuelle", das auch "Queer-Referat" genannt wird. Autonom heißt in diesem Fall, dass der oder die jeweilige Referentin nicht vom StuPa gewählt wird, sondern von der Vollversammlung des jeweiligen Referates selbst. Der AStA besteht jedoch nicht nur aus den gewählten Referentinnen und Referenten, sondern auch aus vielen anderen Menschen, die im AStA arbeiten. Einige werden für diese Arbeit bezahlt, zum Beispiel im Bürodienst, in der Finanzsachbearbeitung, in den unabhängigen Beratungen. Die meisten arbeiten allerdings unbezahlt, weil sie sich hochschulpolitisch engagieren wollen. Außerdem wird das Semesterticketbüro vom AStA betrieben. Der AStA verfügt daher über eigene Räume, ein Büro, Kopierer, einen kleinen Technikpool und Computerarbeitsplätze - eine Infrastruktur, die Studierende für ihre Projekte nutzen können.

Wofür wird das meiste Geld ausgegeben?

Das TU-Studierendenparlament hat sich entschieden, dass der AStA das meiste Geld für ein Angebot unabhängiger Beratungen rund um das Studium und für studentische Projekte ausgibt. Projekte, Vorschläge und Kritik können bei unseren öffentlichen Treffen - jeden Dienstag um 18.30 Uhr im AStA - von den Studierenden vorgetragen werden.

Was macht Ihr Referat zum Beispiel?

Natürlich sind wir für die Veröffentlichung der politischen Anliegen des AStA zuständig, aber auch für die Entwicklung der politischen Bildung, was nicht nur die hochschulpolitische Selbstverwaltung betrifft. Wir planen beispielsweise jetzt eine Filmreihe zu Studierendenprotesten in aller Welt und zusammen mit dem Kulturreferat eine Ersti-Abendveranstaltung am 17. Oktober.

Das Gespräch führte Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2008
Der AStA befindet sich seit Juli 2007 im Erweiterungsbau (EB), Straße des 17. Juni 145, im Erdgeschoss, gleich unter der Treppe beim Aufgang C (nahe Ernst-Reuter-Platz), in den Räumen EB 012-EB 020. Beratungen des AStA:
AusländerInnen-Beratung: Mittwoch 16-18 Uhr (mit Rechtsanwältin) und Freitag 9.30-11.30 Uhr
BAfög- und Sozialberatung: Dienstag und Donnerstag: 10-16 Uhr (Dienstag 14-16 Uhr mit Rechtsanwältin)
Alle aktuellen Öffnungszeiten, Sprechzeiten der Referate und Aktionen sind auf der Website des AStA zu finden. Dort kann man auch den AStA-Newsletter abonnieren.

www.asta.tu-berlin.de

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