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TU Berlin

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Genderforschung für die Lehre

So kann’s gehen

Freitag, 15. Februar 2008

An der Carnegie-Mellon-Universität stieg der Anteil der Informatikstudentinnen rasant

Ein Traum: Innerhalb von fünf Jahren zwischen 1995 bis 2000 war es der Fakultät für Informatik der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh, Pennsylvania (USA), gelungen, ihren Frauenanteil von sieben auf 42 Prozent zu erhöhen. Wie dies möglich war, darüber berichtete der ehemalige Dekan der Fakultät Dr. Allan Fisher während eines Workshops zu Geschlechterfragen in Wissenschaft und Technik an der Fakultät Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin im Oktober vergangenen Jahres.

Bevor überhaupt Veränderungen sinnvoll seien, müsse die Fakultät klären, woher die Studentinnen kämen, welche Einflüsse sie zum Studium bewogen hätten, welche Ziele die Studentin mit dem Studium verfolge und welche Marketing-Maßnahmen der Fakultät beziehungsweise der Universität ansprechend gewesen seien. Zudem müssten Kenntnisse vorhanden sein, welche Universitäten eine Konkurrenz darstellten und welche Programme zwischen Fakultät/Universität und Schule existierten, die die Schülerinnen bei der Studienplatzwahl unterstützten. Um für angehende Studentinnen attraktiv zu werden, sei es unter Umständen notwendig, so Fisher, Studiengänge gänzlich umzustrukturieren oder völlig neu zu konzipieren. Bei einer Entscheidung für oder gegen ein Studium ließen sich Studentinnen weit mehr von Arbeitsmarkt- und Karrierechancen leiten als Studenten. Dies korrespondiere auch mit der Erfahrung, dass Frauen in der Informatik stark den Praxisbezug suchten und deshalb an Bereichen wie Bio-Informatik oder Neuro-Informatik interessiert seien. Eine kluge und gezielte Informationspolitik sei deshalb unerlässlich, sagte Fisher.

Als entscheidend für eine erfolgreiche Werbung von Studentinnen für Wissenschaft und Technik habe sich die Schnittstelle Schule/Universität erwiesen. Sei der Unterricht in den entsprechenden Fächern uninteressant, motiviere das nicht für ein Studium. Zudem müsse der Übergang von der Schule an die Universität so transparent wie möglich gestaltet werden.
Da sei viel Aufklärungsarbeit an den Schulen notwendig, auch hinsichtlich der Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern mit den Dozentinnen und Dozenten. Die Universität solle Angebote entwickeln, damit die Lehrerinnen und Lehrer sich über die neuesten Inhalte in den Studiengängen informieren könnten.

sn / Quelle: "TU intern", 2-3/2008

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