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TU Berlin

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Studium & Lehre

Nauen - Falkensee - Berlin: neue Ideen für die S-Bahn

Montag, 19. Mai 2008

TU-Studierende untersuchen Verlängerungsoptionen von Spandau ins Brandenburgische

Neue S-Bahn-Pläne für das westliche Berliner Umland - bald schon Realität?
Neue S-Bahn-Pläne für das westliche Berliner Umland - bald schon Realität?
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Die Verlängerung der Gleichstrom-S-Bahn von Berlin-Spandau nach Falkensee wird seit Jahren intensiv diskutiert. Das Problem: Spandau könnte zwar von der S-Bahn profitieren, zahlreiche Brandenburger hätten jedoch Nachteile. Sie müssten längere Fahr- und Reisezeiten in Kauf nehmen und würden - so die im März veröffentlichte sogenannte "Standardisierte Bewertung" - wieder häufiger das Auto statt der neuen S-Bahn nutzen.

Dennoch eröffnet das Dilemma eine neue Möglichkeit. Durch die veränderten Siedlungsstrukturen seit dem Mauerbau ließen sich die großen Wohnblöcke an der Falkenseer Chaussee viel besser anbinden. Die Züge könnten nämlich - abweichend von der bisherigen Planung - auf die bestehende Bötzowbahn einschwenken und so den Nutzen der S-Bahn für Berlin noch vergrößern.

TU-Studierende haben nun, im Rahmen einer Lehrveranstaltung, "Entwurf von Anlagen des Schienenverkehrs", die gut drei Kilometer lange Strecke eingehend untersucht und festgestellt: Die Verlängerung der Gleichstrom-S-Bahn von Spandau ins Spektefeld zur Falkenseer Chaussee ist trassierungstechnisch machbar.

Aus den vielen Varianten schälte sich ein klarer Favorit heraus, der den verkehrlichen, betrieblichen und wirtschaftlichen Anforderungen am besten gerecht wird: Zunächst verläuft die Strecke analog zur bisherigen Planung eingleisig bis zum neuen Haltepunkt über der Nauener Straße. Danach geht die Trasse von der Damm- in Niveaulage über und mündet in das Gleis der Bötzowbahn ein. Diese wird bis zur Falkenseer Chaussee für den S-Bahn-Betrieb ertüchtigt und erhält dort für endende S-Bahn-Züge ein zweites Gleis. Trotz der eingleisigen Streckenführung ist ein stabiler Betrieb im Zehn-Minuten-Rhythmus möglich, wie die Fahrplanstudien der Studierenden am Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb von Prof. Dr. Jürgen Siegmann zeigen.

Der Endbahnhof Spektefeld erschließt nicht nur die umliegenden Wohnblöcke, sondern stellt auch einen optimalen Verknüpfungspunkt mit den zahlreichen Buslinien dar. Der Umstieg zwischen Bus und Bahn erfolgt stufenfrei und auf kürzestem Wege. So reduziert sich neben der Fahrzeit zum Bahnhof Spandau auch die Umsteigezeit zur S-Bahn deutlich. Die Studierenden schlugen ebenfalls eine verbesserte Bahnanbindung der Brandenburger Orte auf der Achse Nauen - Falkensee - Berlin vor.

pp / Quelle: "TU intern", 5/2008

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