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TU Berlin

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Lehre & Studium

E-Learning in der Mechanik

Montag, 17. November 2008

Virtuelle Labore sollen einem schwierigen Fach den Schrecken nehmen

Lehrfilme zu Belastung von Balken, Lagerung von Wellen, Schnittgrößen am Flügel des Airbus A 380 oder auch zum Versagen einer Tragkonstruktion: Das alles können Ingenieurstudierende nun live im Internet verfolgen, die Filme und Animationen so oft wiederholen, wie sie wollen, und so ihre Kenntnisse vertiefen. Die Mechanik gilt innerhalb der Ingenieurstudiengänge als "schweres Fach", nicht nur an der TU Berlin. Doch sie bietet Grundlagen der Ingenieurwissenschaften und steht deshalb am Anfang des Studiums. Entsprechend weist sie auch, neben Mathematik und Konstruktionslehre, die größten Hörerzahlen auf. Um die Lehre zu erleichtern und eine günstigere Verbreitung von Lehrmaterialien zu erzielen, wurden für die mehrsemestrigen Mechanik-Vorlesungen nun im Rahmen des Projekts "Nemesis", das bis Juni 2008 mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums (BMBF) gefördert wurde, umfangreiche E-Learning-Materialien erarbeitet. Das Nemesis-Teilprojekt heißt "Content-ReUse in virtuellen Laboren für die Mechanik". Seit Oktober 2005 wurde darin eine Lernumgebung aus grafischen, experimentierfähigen Oberflächen entwickelt.

Eine halbe Mitarbeiterstelle sowie eine studentische Hilfskraft standen dafür zur Verfügung. Aus OWL-Mitteln wurden nun außerdem eien weitere halbe Mitarbeiterstelle, studentische Hilfskräfte und Sachmittel mit dem Projekt "NeLe-Mech" bewilligt, die für die Förderung des Einsatzes von E-Learning-Materialien in der Ingenieurausbildung bestimmt sind. Die Materialien werden gemeinsam von den Professoren des Instituts für Mechanik Wolfgang Müller, Valentin Popov, Utz von Wagner und Manfred Zehn genutzt.

So profitieren die Studierenden nun bereits von verschiedenen internetbasierten Lernmedien sowie von Aufgabenkatalogen, Formelsammlungen und E-Kreide-Mitschriften der Lehrveranstaltungen, die online bereitgestellt werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Beginn der Mechanik-Ausbildung, weil es hier am meisten Bedarf gibt.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil, den die neuen Lern- und Lehrmaterialien bieten, so die Projektleiter, seien die Möglichkeiten der Vertiefung bestimmter Themengebiete, die bislang zeit- und personalbedingt nicht behandelt werden konnten. Positive Rückmeldungen der Studierenden, die bereits im Verlauf des Projekts mehrfach befragt wurden, zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Allerdings müsste, so die Projektleiter, die Plattform noch stärker bekannt gemacht werden.

KoKo / Quelle: "TU intern", 11/2008

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