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TU Berlin

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Studium & Lehre

Digitale Zeit mit analoger Röhrentechnik

Montag, 14. April 2008

TU-Studierende bauten die weltweit dritte Vollröhrenuhr

Historischer Nachbau: Die Röhrenuhr
Historischer Nachbau: Die Röhrenuhr
Lupe

Eine Digitaluhr zeigt die Uhrzeit durch Ziffern an, im Gegensatz zur Analoguhr, die zur Darstellung der Zeit Zeiger auf einem Ziffernblatt verwendet. Soweit so gut. Nun kann aber bei einer Digitaluhr die Zeitmessung auch mittels Analogtechnik zustande kommen. Dieses auf den ersten Blick rückwärtsgewandten Unterfangens haben sich Studierende der Lehrveranstaltung "Mixed Signal Baugruppen" am Fachbereich Elektrotechnik der TU Berlin angenommen. Sie haben eine Digitaluhr mit Elektronenröhren entworfen und gebaut.

"Ich habe die Veranstaltung ‚Digitaltechnik Back to the Roots‘ genannt, weil Elektrotechniker die Prinzipien der Digitaltechnik auf der Basis von Einzelbauelementen sinnlich erleben sollten, als Ergänzung zur heute üblichen Anwendung hochintegrierter Halbleiterchips", meint Henry Westphal, der die Lehrveranstaltung leitet. "Die Konstruktion der ONCILLA-Uhr setzt ein fundiertes Verständnis der Analogtechnik und der Einzelbauelemente voraus. Das ist viel anspruchsvoller als die Anwendung fertiger Chips", so Westphal weiter.

Bislang gab es nur zwei bekannte Vollröhrenuhren auf der Welt. Die dritte zu bauen war schwieriger als vermutet und sprengte den zeitlichen Rahmen der Lehrveranstaltung. "Wir haben wirklich sehr viel Freizeit in das Projekt investiert. Dafür war das Erfolgserlebnis am Ende umso größer", erzählt Projektteilnehmer Fabian Beß stolz.

Zu Beginn haben sich die Studierenden intensiv mit der Technologie der ersten Großrechner der 50er-Jahre beschäftigt. "Am liebsten hätten wir einen Vorläufer unserer jetzigen PCs nachgebaut. Der hätte allerdings 100 Quadratmeter Platz benötigt, und sehr viel Strom verbraucht", meint Student Daniel Volquard. Auf der Fachmesse "embedded world", am Stand der TIGRIS Elektronik GmbH, zog die Uhr mit ihren 79 glühenden Röhren als Eyecatcher das Publikum an.

vbk / Quelle: "TU intern", 4/2008

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